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SPD-Abgeordneter Burkert will Bahnhof Märzfeld sanieren

Ort der Erinnerung auf dem einstigen Reichsparteitagsgelände schaffen - 23.09.2014 05:57 Uhr

Martin Burkert unterstützt das Vorhaben der Stadtbild-Initiative Nürnberg (Archivbild). © dpa


Der Bahnhof Märzfeld diente den Nationalsozialisten dazu, Besucher zu den Reichsparteitagen zu bringen. Später fanden von hier aus Deportationen in verschiedene Konzentrationslager statt: "Daran wollen und müssen wir erinnern", erklärte Burkert während des Treffens mit Vertretern der Stadtbild-Initiative.

Zwischen November 1941 und Januar 1944 schickten die Nazis 1631 Nürnberger Juden ins KZ. Der Bahnhof Märzfeld (Bild) war eine Station auf dem Weg in den Tod.


"Die Erinnerung an die schrecklichen Verbrechen der Nationalsozialisten dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb darf dieser Ort nicht dem Verfall preisgegeben werden."

Wenig übrig

Nur wenig ist heute noch vom Bahnhof Märzfeld zu sehen: Der Verfall schreitet voran, vieles von dem alten Baubestand ist überwuchert. Für Passanten gibt es kaum Möglichkeiten zu erkennen, welche Funktion dieser Ort einmal hatte. Burkert will sich direkt an Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube wenden: Der Sozialdemokrat fordert ein Gesamtkonzept in Zusammenarbeit mit dem Lernort Reichsparteitagsgelände sowie der Deutschen Bahn AG.

Die Stadtbild-Initiative hatte konkrete Vorschläge vorgelegt: Informationstafeln zu den Deportationen, den noch vorhandenen Baubestand sanieren und den Osttunnel als Fußgänger- und Radweg wiederherstellen.

Bilderstrecke zum Thema

Historischer Rückblick auf das Reichsparteitagsgelände

Das Reichsparteitagsgelände diente im Dritten Reich als überdimensionaler Versammlungsort. Doch auch nach dem Ende von Hitlers Schreckensherrschaft lag das Gelände nicht brach, sondern diente friedlichen Veranstaltungen als Austragungsort - von Norisring-Rennen bis Rockkonzerten.


 

nn

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