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Tiergarten wegen "verhaltensauffälliger" Eisbärin angezeigt

Direktor Dag Encke kontert Kritik der Aktionsgruppe Tierrechte Bayern - 28.02.2018 11:41 Uhr

Eisbärin Vera soll Zeichen "einer stark ausgeprägten Verhaltensstereotypie" zeigen, meint die Aktionsgruppe Tierrechte Bayern. © Stefan Hippel


Immer wieder zieht der Eisbär die gleichen Bahnen am Gehegerand, knapp 15 Minuten ist auf dem Video der Aktionsgruppe Tierrechte Bayern vom Freitag nur das zu sehen. Das, so die Tierschützer, zeige ein Tier mit "einer stark ausgeprägten Verhaltensstereotypie", was "ein Zeichen von erheblichem Leiden" ist. Inzwischen hat die Gruppe Anzeige beim zuständigen Veterinäramt Nürnberg gestellt.

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Bei seiner Eröffnung 1912 lag das Tiergarten-Areal noch in der Nähe des Dutzendteichs. 883 Tiere 193 verschiedener Arten beherbergte der Tiergarten damals - heute sind es über 3000 Tiere fast 300 unterschiedlicher Arten. Hier gibt's die schönsten Bilder aus über 100 Jahren Zoo-Geschichte!


Laut Tiergartenchef Dag Encke handelt es sich nicht um Verhaltensstereotypie, denn dann würden sie nicht mehr aus der Hospitalisierung herauskommen, sich also nicht ablenken lassen. Tatsächlich läuft Eisbärin Vera vor jeder Fütterung eine Viertelstunde auf und ab. Zudem nimmt sie ihre Tochter nicht mehr an und wurde nun von ihr getrennt. Auch die Verantwortlichen im Zoo aber haben dadurch eine Anspannung der beiden Eisbären festgestellt und untersuchen ihr Verhalten mit einer Studie, zum Beispiel mit geänderten Fütterungszeiten. 

tsr

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