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Donnerstag, 13.12.2018

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Trotz Kälte: Genug Unterkünfte für Nürnberger Obdachlose

Stadt beschwichtigt - Falschmeldung über Kältebus kursierte im Internet - 28.02.2018 20:00 Uhr

Trotz eisiger Temperaturen harren viele Obdachlose im Freien aus. © dpa


In Nürnberg gibt es insgesamt rund 145 Notschlafplätze, die zwischen der Stadt und freien Trägern aufgeteilt sind. Die Plätze des Hauses Großweidenmühle, der Heilsarmee, der Caritas und der Hängematte sind alle in der Innenstadt angesiedelt. "Wir sind gut vernetzt und die Einrichtungen sind zu Fuß erreichbar", sagt Reinhard Hofmann. Er ist Leiter der Obdachlosenhilfe im Sozialamt.

Er stellt klar, dass deshalb nicht die Notwendigkeit eines Kältebusses in Nürnberg bestehe. Damit nimmt Hofmann Bezug auf die Falschmeldung, die zu Beginn der Woche um eine derartige Einrichtung kursierte. Auf der Internet-Plattform Facebook haben Nutzer eine Falschmeldung über einen Kältebus erstellt. Dieser soll angeblich Obdachlose abholen und versorgen. Die Verfasser geben zudem eine Rufnummer an, die Bürger im Ernstfall wählen können. Bei einem Anruf der Telefonnummer stellt sich aber heraus: Häufig wird eine soziale Einrichtung erreicht, nicht aber der besagte Bus.

Das es sich hierbei um eine Falschmeldung handeln muss, ist dem Verein "Mimikama" schon länger bewusst. Die österreichische Organisation setzt sich gegen Internetmissbrauch und -betrug ein. "Mimikama" ist dafür in den sozialen Medien unterwegs und hält dort Ausschau nach Falschmeldungen. Der Kältebus in Nürnberg ist ein Beispiel, dem "Mimikama" nachgeht.

Die gemeinnützige Organisation warnt davor, Inhalte auf Plattformen wie beispielsweise Facebook ungeprüft weiter zu verbreiten. Außerdem werden in diesem Fall die Beschäftigten der Notschlafstellen unnötig mit Anrufen belästigt. Im Notfall sollen Bürger, die einen kältebedrohten und hilflosen Menschen finden, die Polizei unter = 110 verständigen. 

herr

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