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Verliebt, verlobt, lange verheiratet

Von Bouldern bis Streitschule: Die "Woche der Ehepaare" sorgt vor - 10.01.2016 20:57 Uhr

Am Tag der Hochzeit sieht ein Ehepaar die Zukunft meist rosa. Die Kunst, eine Beziehung langlebig zu machen, ist erst später gefragt. © colourbox.de


1996 kreierte das englische Unternehmerehepaar Marie und Richard Kane die „Marriage Week“, um die besondere Bedeutung der Ehe ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. 2009 schwappte die Idee nach Deutschland über und fasste ein Jahr später auch in Nürnberg Fuß. Die Veranstaltungen finden in erster Linie in der Woche vor dem Valentinstag (7. bis 14. Februar) statt. In der Region Nürnberg fällt der Startschuss jedoch bereits am 30. Januar mit einem Tanzabend für Paare in Stein. Beendet wird das Programm mit einem Konzert zum Frühling in der kleinen Meistersingerhalle Nürnberg.

Ziel der Woche der Ehepaare ist es nach den Worten des Sprechers des „Marriage Week“-Trägerkreises Region Nürnberg, Jan Gehrke, Paaren zu helfen, ihre Ehe so zu gestalten, dass sie ein Leben lang hält. Um das zu erreichen, sollen Veranstaltungen verschiedenster Art die Gelegenheit bieten, am Zusammenleben zu arbeiten oder einfach einmal wieder unbeschwert zu zweit auszugehen und zu feiern.

Eine tragende Säule für das Gelingen einer Ehe ist Konfliktfähigkeit. Richtig streiten will jedoch gelernt sein. Und das passiert einen ganzen Samstag lang in der „Streitschule“ im Caritas-Pirckheimer-Haus. Der Partnerschaftsparcours von Zoff + Harmonie im Haus der Katholischen Stadtkirche wartet mit Überraschungen und Zeit für Gespräche miteinander auf. Und beim Candle-Light-Dinner – der Klassiker im CVJM am Kornmarkt – ist Romantik angesagt.

Der Liebe, edlen Tropfen und Literarischem kann bei der Weinlese in der Alpha-Buchhandlung gleich nebenan gehuldigt werden. Paare, die ihre Lachmuskeln trainieren wollen, müssen sich nach Stein aufmachen zum Musikkabarett „Die Mütter“. Im Nürbanum in Nürnberg wird es sportlich. Hier ist Klettern in Absprunghöhe, das sogenannte Bouldern, unter Anleitung eines fachkundigen Trainers angesagt, dazu eine ordentliche Brotzeit und Raum für Gespräche.

Wie schon in den vergangenen Jahren steht auch die Paarberatung „Lass uns doch noch einmal darüber reden . . .“ in St. Jakob wieder auf dem Programm. „Ein Angebot, das bisher sehr gefragt war“, sagt Dirk Moldenhauer vom CVJM. „Bei ihm laufen die Fäden für die ,Marriage Week‘ Nürnberg zusammen“, erläutert Gehrke. Das Koordinationsteam, eine lose Verbindung von einzelnen Veranstaltern, stelle das Programm auf die Beine. Anders in Erlangen, Fürth, Stein, Schwabach, Heilsbronn, Neuendettelsau und Reichenschwand, wo feste Teams die Themenwoche organisierten.

Bundesweit arbeitet die „Marriage Week“ mit rund 300 Partnern aus den Bereichen Kultur, Kirche, Politik und Wirtschaft zusammen, die den Wert der Ehe in der Gesellschaft stärken möchten, darunter auch die NZ. Die Organisatoren arbeiten ehrenamtlich. Finanziert werden müssen in erster Linie Druck und Gestaltung der Programme und Plakate. Die Veranstaltungen spielen laut Gehrke grundsätzlich ihre Kosten selbst ein.

Weitere Infos unter: www.marriageweek-mittelfranken.de 

Uschi Assfalg E-Mail

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