10°

Mittwoch, 20.03.2019

|

Auerbach: Ende einer großen Freundschaft „zur See“

Auerbacher Delegation erlebt in Kiel die Außerdienststellung des Patenboots — Bootsglocke als Geschenk - 17.12.2015 17:22 Uhr

Den offiziellen Befehl zur Außerdienststellung nahm Kommandant Thorsten Grabsch (Mitte) vom Kommandeur des 5. Minensuchgeschwaders, Tobias Voß, entgegen. © Marine


Zweitem Bürgermeister Herbert Lehner war es vorbehalten, der aktuellen Besatzung des Hohlstablenkbootes für die 52 Jahre der Patenschaft zu danken.

Die Außerdienststellung folgte einem festen Ritual. Für das Boot und die Seeleute wurde es am Donnerstag um 10 Uhr am Marinestützpunkt in Kiel ernst. Traditionell sprach der Kommandeur des 5. Minensuchgeschwaders, Fregattenkapitän Tobias Voß. Danach war Herbert Lehner an der Reihe. Er war mit der früheren Stadträtin Marianne Mimler-Hofmann gekommen, mit Stadt- und Kreisrat Eugen Eckert, Ortssprecher Josef Stiefler-Ebert, Chronist Rudolf Weber, Horst Rössl als Vertreter der Bürger, Gerhard Waldmann als langjährigem Paten und Irmgard Rupprecht. Sie ist die Schatzmeisterin der Knabenkapelle. Ihr fiel der Abschied sichtlich schwer, war doch erst vor wenigen Jahren ein zum Schiff gehörendes Schlauchboot von ihr auf den Namen „Irmel“ getauft worden.

Die weitere Zeremonie war ebenfalls vorgegeben. Der derzeitige Kommandant, Korvettenkapitän Thorsten Grabsch, bekam traditionell den Kommandantenwimpel überreicht. Kommandeur Voß erhielt den Kommandeurstander des Bootes.

An zweiten Bürgermeister Herbert Lehner (r.) wurden nach dem Einholen der Flagge unter anderem der Schriftzug des Bootes und das Auerbacher Stadtwappen übergeben. © Foto: Marine


Die Auerbacher bekamen ideell wertvolle Ausstattungsgegenstände, die damit vor der Verschrottung im Marinearsenal gerettet sind. Herbert Lehner nahm den Schriftzug des Bootes, das Bugwappen, das Stadtwappen von Auerbach und die frisch polierte Bootsglocke in Empfang.

Die „Auerbach/OPf.“ gehörte – ebenso wie die „Pegnitz — zum 5. Minensuchgeschwader mit Heimathafen Kiel. Stapellauf war am 18. Juni 1990. Am 7. Mai 1991 wurde sie als Nachfolgeboot der „Neptun“ in Dienst gestellt. Das Patenboot hat seit dem Stapellauf im Dienst der Marine 235 964 Seemeilen hinter sich gebracht. Dies entspricht rund 437.000 Kilometern.

1953 war es die Knabenkapelle, die den Kontakt zur Besatzung der damaligen „Neptun“ hergestellt hatte. Über fünf Jahrzehnte hielt sie Kontakte zum Boot und der Besatzung. Häufige Besuche und Standkonzerte dort bleiben ebenso in Erinnerung wie die Aufenthalte der Matrosen in Auerbach, die besonders gerne zum Bürgerfest in die Oberpfalz kamen. 

BRIGITTE GRÜNER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auerbach