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Auerbach: Notfalldöschen soll in den Kühlschrank

Rettungsdienstleiter Markus Popp informiert über neues Angebot — Anregung von zwei Auerbacherinnen - 25.01.2018 17:39 Uhr

Die Notfall-Dosen wurden im Bürgerhaus vorgestellt: Im Bild (v.l.) Sabine Supp (Marienapotheke), Barbara Lord, Markus Popp (BRK), Luzia Roppelt und Daniel Sertl (BRK). l © Sabine Rüh


Rettungsdienstleiter Markus Popp vom Roten Kreuz Auerbach informierte im Bürgerhaus über die Funktion des Döschens, das ein ausgefülltes Datenblatt mit den wichtigen Angaben zu Medikamenten, Vorerkrankungen, Allergien, Adressen oder auch Pflegedienst enthalten sollte und gut sichtbar im Kühlschrank deponiert, vom Rettungsdienst genutzt werden kann.

Im Kühlschrank deshalb, weil sich in jedem Haushalt im Bereich der Küche ein solcher befindet. Die Notfalldosen gibt es ab sofort in der Marienapotheke am Unteren Markt und jeden Freitag am Vormittag im Bürgerzentrum Auerbach zu einem Betrag von zwei Euro. Das entspreche dem reinen Herstellungsaufwand für die Dose. Für jede im Haushalt lebende Person sollte ein eigenes Notfall-Infoblatt ausgefüllt werden.

Zwei Aufkleber

Wichtig ist auch, von den zwei dazugehörigen Aufklebern einen außen auf den Kühlschrank und einen auf die Innenseite der Eingangstür gut sichtbar auf Augenhöhe zu kleben. Der aktuelle Medikamentenplan soll auch immer bei den Medikamenten liegen.

Markus Popp betonte, dass die Angaben zur Person in der Notfalldose für jeden sinnvoll wären und man dieses System im Alter von Null bis 100 nutzen sollte. Diese Daten wären zudem bei sportlichen Aktivitäten wie Radfahren oder Laufen sowie am Arbeitsplatz im Notfall für schnelle Hilfe wichtig.

Alfred Melchner, der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, bezeichnete die Idee als gut. Besonders beim KVB-Sonntagsdienst wären die Daten in der Dose für die von weiter her kommenden Ärzte hilfreich. Alfred Melchner regte an, einen Aushang in den Wartezimmern der Ärzte anzubringen. Stefan Brunner, Leiter der Integrierten Leitstelle Amberg, zeigte auch einen Film, wie so ein Einsatz nach dem Wählen der Notrufnummer 112 abläuft. Es gebe 26 Leitstellen in Bayern. Brunner informierte: "Bei uns — der Stadt Amberg und im Landkreis Schwandorf — werden 300.000 Leute und 277 freiwillige Feuerwehren betreut." 

SABINE RÜHL

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