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Das Abwasser wird in Hollfeld teurer

70-prozentige Erhöhung für Niederschlagswasser sorgt für Stirnrunzeln im Stadtrat - 27.09.2018 17:32 Uhr

Auf höhere Abwassergebühren müssen sich die Bürger der Stadt Hollfeld — hier der Marienplatz — einstellen. © Gerhard Leikam


Die Anhebung wird von Bürgermeisterin Karin Barwisch damit begründet, dass weitere Baumaßnahmen in den Ortsteilen Drosendorf, Schönfeld, Pilgerndorf und Fernreuth abgeschlossen sind. Eine ausgiebige Diskussion entfachte indes die Gebühr für das Niederschlagswasser. Hier ist eine Erhöhung von 19 Cent je Quadratmeter auf 33 Cent zu verzeichnen. Für die Kalkulation der Niederschlagswassergebühren wurden vor einigen Jahren die Dach-, Pflaster- und befestigten Flächen der einzelnen Anwesen erfasst und daraus die 19 Cent je Quadratmeter errechnet.

Bei dieser Erhöhung hakte Stadtrat Gerhard Thiem ein und wollte von Kämmerer Mathias Nogly die genauen Gründe für die 70-prozentige Erhöhung wissen. Für Thiem ist sie nicht nachvollziehbar, nachdem ja die veranlagten Flächen von vor einigen Jahren die gleichen wie heute seien. Er sprach von einer Fehlkalkulation.

Dazu sagte Nogly, dass die Kosten für die Einleitung und die Betriebskosten für das Niederschlagswasser gestiegen seien. Der gleichen Meinung wie Thiem war Markus Täuber. Es sei nicht einfach, den Bürgern eine Kostensteigerung von 70 Prozent plausibel zu machen ohne Hintergrundwissen.

Um die ganze Problematik den Bürgern erklärbar zu machen, soll der Ingenieur, der die Kalkulation vorgenommen hat, in einer der nächsten Sitzungen dem Stadtrat genauere Auskünfte erteilen. Beiden Erhöhungen wurde einstimmig zugestimmt. Grundlage bei der Abwassergebühr sind das verbrauchte Trinkwasser in Kubikmetern. Grundlage bei der Niederschlagswassergebühr sind die befestigten Flächen in Quadratmetern.

Stadtrat Richard Spreuer informierte sich über den Sachstand des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes. Laut Beschluss des Stadtrates wurde vor fünf Monaten das Einzelhandelsentwicklungskonzept beschlossen; bis heute wurde keine Befragungen der Einzelhändler in der Innenstadt durchgeführt. Stadtrat Thomas Appel wünscht keine Befragung oder Untersuchung von einer Praktikantin der Verwaltung, sondern er bat um eine Befragung durch einen Mitarbeiter der beauftragten Firma CIMA.

Stadtrat Gerhard Thiem ging einen Schritt weiter, er möchte neben der Einzelhandelsbefragung auch eine Einbeziehung der Leerstände in der Innenstadt. Manfred Neumeister sagte, der Einzelhandel in der Langgasse habe keine Zukunft: "Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, die auf die Schaffung von Wohnraum hinausgehen." 

GERHARD LEIKAM

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