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FSM: Getachew krönt sich zu Bayerns Marathon-Meister

Erlanger durchbricht die äthiopische Phalanx in der Königsdisziplin - 04.09.2017 10:18 Uhr

Im Lauffieber durch die Naturidylle: Marathon-Sieger Endisu Getachew zieht an der Burgruine Neideck vorbei. © Foto: Berny Meyer


Während gleich zu Beginn das äthiopische Trio um den lospreschende Fatech El Houssaine einen forschen Gang einlegte, wollte es der verbliebene fränkische Lokalmatador Markus-Kristan Siegler von der LG Erlangen eher defensiv angehen. "Die Temperaturen waren ideal, weil es nicht zu warm war und trocken geblieben ist. Ich habe dann früh gemerkt, dass ich in guter Form bin", erzählt der Sieger von 2011 hinterher.

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Also verließ Siegler die eigens gewählte Komfortzone und nahm in gesteigertem Tempo die Verfolgung auf. Ein Platz auf dem Treppchen zu erwarten, sei im Vorfeld vermessen gewesen. Nach 30 Kilometern wiederum hatte sich der Erlanger schon auf Rang 3 vorgeschoben, da rührte sich der Jagdinstinkt. Zwei aus der anfänglichen Dreiergruppe büßten an Stehvermögen ein - El Houssaine brach ab, was dem Routinier nicht entgangen war. "Als ich gemerkt habe, dass noch mehr drin ist, wollte ich natürlich Zweiter werden", sagt Siegler. Fünf Minuten unter seiner Vorjahreszeit und fast zehn unter seiner Siegerzeit von 2011, schnappte er sich den Titel des bayerischen Vizemeisters und streckte beim Zieleinlauf die Faust in die Luft.

Getachew räumt beim Fränkische Schweiz-Marathon 2017 ab

Spitzenduo mit Markus-Kristan Siegler (li.) und Endisu Getachew im Erholungsmodus. F.: Meyer


Kaum noch Kraft hatte eineinhalb Minuten später Tulu Wodajo übrig, der entthronte Titelverteidiger musste sich mit dem dritten Platz begnügen. Gute zehn Minuten bekam er von Landsmann Endisu Getachew aufgedrückt. Bei seinem Debüt 2014 berichtete der damals in Michelfeld untergebrachte Asylbewerber davon, dass er in den Bergregionen seiner Heimat solch eine tropische Hitze wie in der Fränkischen Schweiz nicht erlebt habe. 2015 kam er zurück nach Ebermannstadt und gewann den Halbmarathon, um heuer nach dem Halbmarathon-Sieg in Fürth seinen zweiten Coup über die 42,2 km zu landen. Einige Meter, nachdem er nicht fliegend, aber energischen Schrittes das Sponsorenband im Ziel durchbricht, lässt er sich seine Medaille umhängen. Wichtiger als die Prozedur in diesem Moment, geht der Griff zur Stoppuhr.

Brendah Kebaya ist die Schnellste unter den Frauen

Für den LAC Quelle Fürth rundete Brendah Kebaya, mit der zwölftschnellsten Zeit insgesamt, bei den Frauen den Doppelsieg ab. Von den internationalen Konkurrentinnen musste sich Maria Magdalena Veliscu aus Rumänien wieder mit Silber begnügen, Marija Vrajic aus Kroatien verpasste ihren dritten Triumph in Serie deutlicher. Mit Mario Wernsdörfer von der LG Bamberg setzte sich im Halbmarathon ein fränkischer Lokalmatador durch. Weiter vorne auf dem Zettel hatten die Verantwortlichen den Forchheimer Triathleten Frank Müller. Zum zehnten Mal zur Königin der Speed-Skaterinnen krönte sich die Bayreutherin Katja Ulbrich.


Unseren Live-Ticker zum 18. Fränkische-Schweiz-Marathon 2017 zum Nachlesen finden Sie hier.


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KEVIN GUDD

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