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Heimatministerium muss Heimat schützen

Herbert Scherer: Behörde muss Stromtrasse verhindern - 14.05.2014 20:39 Uhr

„Hurra! Wir haben jetzt ein Heimatministerium in Bayern, auch wenn es zunächst nur ein halbes ist. Aber es residiert sogar in Franken in dessen Metropole Nürnberg. Und der dafür zuständige Halbminister Söder, Vollminister in den Finanzen, ist auch Franke und sogar bemüht, Ämter in die Provinz zu verlegen. Erneut ein Bravo!

Aber zugleich wachsen die Bedenken: Werden die Amtsleute zu den neuen Ämtern umziehen oder fahren sie am Wochenende oder gar täglich zurück zur Familie am alten Wohnsitz? Werden sie Bewohner in einer Region, aus der heute vor allem jüngere Leute wegziehen?

Vor Jahresfrist erst erschütterte uns die unselige Zukunftskommission, vom Ministerpräsidenten eingesetzt, indem sie Oberfranken auf eine engere Zusammenarbeit mit Sachsen verwies, damit Bayern seine wirtschaftlichen Zentren in anderen Teilen des Landes stärker fördern könne. Auf Proteste der Oberfranken hin wischte Seehofer dies dann vom Tisch.

Erfreulich ist, dass Seehofer auch jetzt Stellung bezieht gegen das Vorhaben, von Sachsen aus eine übergroße Stromtrasse durch die kleingliedrige Landschaft Ober- und Mittelfrankens zu planen. Seine Meinung: Wir brauchen die Stromtrasse nicht. Das hören wir gerne und hoffen, dass bald ein alternativer Plan vorgelegt wird.

Sollte die Stromtrasse dennoch kommen, dann kann man sich das Heimatministerium sparen, wenn es Heimat zu schützen und zu bewahren nicht in der Lage ist. Nicht nur der Tourismusstandort Oberbayern ist schützenswert! Das Heimatministerium, bisher zur Hälfte aufgebaut, ist nicht nur für das halbe Bayern zuständig, sondern für alle Regionen.

Vor allem sollte man das ,dumbe Volk‘ rechtzeitig, vor allem vor Wahlen, aufklären über das volle Ausmaß dessen, was geplant wird. Demokratie kann ohne Redlichkeit nicht bestehen.“ 

HERBERT SCHERER

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