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Hobbymaler aus Auerbach stellt aus

Georg Büttner arbeitet mit dem PC, aber auch ganz konventionell auf Seide - 08.10.2015 08:25 Uhr

Georg Büttner vor dem PC, seinem Arbeitsgerät. © Sabine Rühl


Georg Büttner vor seinem Seidenblumenbild. Drei bis vier Tage benötigt er für ein derartiges Kunstwerk. © Fotos: Sabine Rühl


Auf Wunsch dieser Zeitung gewährte der Auerbacher einen Einblick in sein malerisches Schaffen, das er seit geraumer Zeit mittels Grafik-Paint-Programm am PC mit viel Fantasie praktiziert.

Motiv ist im Kopf

Das Motiv hat Büttner im Kopf, wählt die Pinselstärke und Farbe aus, kann mittels Computermaus vergrößern, verkleinern, verzerren und vieles mehr — bis zur gedachten Ausführung der nicht alltäglichen Bilder.

Von diesen hängen einige gerahmt im Museum 34. Aber nun zurück zum Naturtalent und Autodikaten Georg Büttner, der bis zur Rente im Bankfach beschäftigt war und seitdem verstärkt, aber nicht unaufhörlich die Malkunst auslebt. Schon in der Schule gehörten Malen und Zeichnen zu seinen Lieblingsfächern. „In meiner Klasse haben wir uns auf diesem Gebiet gegenseitig hochgeschaukelt.

Die Mittel waren aber begrenzt. Neue Malstifte und ein Kasten mit Wasserfarben waren für uns eine tolle Sache.“ sagt Büttner. Nach der Zeit an der Wirtschaftsschule ließ der Auerbacher sein Maltalent etwas schlummern, aktivierte es aber in den 1970er Jahren wieder. Ohne je einen Malkurs zu belegen , versuchte sich Büttner mit Aquarellen, dann auf Karton mit Ölfarben nach Zahlen. Bei dem vorgegebenen Motiv , einem Landschaftsbild, habe er sich die Farbführung selbst angeeignet.

Vor 25 Jahren hat sich Büttner an Seidenbilder herangewagt.„Ich spannte ein Stück Seide auf einen Rahmen, dann kam die Farbe zum Vorskizzieren an die Reihe. Ich wählte Seidenölfarben für ein Aquarellähnliches Aussehen. Auf der Seide verläuft die Farbe schnell. Mit dem Föneinsatz ging ich daran, diese zu bremsen und zu trocknen, damit das Motiv in der Kontur bleibt. Wegen der Farbigkeit wählte ich Motive nach Emil Nolde, aber auch Miro oder suchte Motive in Zeitschriften.“

Drei bis vier Tage Zeit wendete Georg Büttner schon für ein Seiden-Gemälde auf. In den eigenen vier Wänden und auf Wunsch der Töchter haben die Gemälde einen Ehrenplatz erhalten. Für die mit der Computermaus gemalten Bilder brauche er keinerlei Vorlagen. Die Motive entstehen aus der Erinnerung und die Inspiration sei wie eine Fotografie in seinem Kopf. Durch das Grafikprogramm können Felder oder Linienführung erzeugt werden.

Salamander aus dem Traum

Neben vielen anderen Motiven malte der Auerbacher am PC seinen im Traum erlebten Salamander, den Blick von seinem Gartengrundstück aus Richtung Lohweiher, den Sonnenaufgang oder ein Fluggefährt über den Wolken.

Im Museum 34 im Bürgerhaus gestaltete Georg Büttner beim Geschichtsschrank zudem sehr anschaulich das Türchen „Urzeit“ mit Steinzeitmenschen, die unter anderem mit einem Stein Getreide zu Mehl mahlen. 

SABINE RÜHL

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