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In Leups reicht das Wasser nicht mehr aus

Juragruppe schlägt Alarm: Quelle der Eigenversorgung an der Kapazitätsgrenze - 02.08.2018 17:26 Uhr

Das Leupser Wasserhaus ist vor kurzem um des Friedens Willen mit den Bürgern renoviert worden. Jetzt rufen Hans Hümmer (links) und Manfred Thümmler zum Wassersparen auf. Die Quellschüttung kann keinen Brandschutz mehr garantieren. © Archivfoto: Stefan Brand


"Das zwar schöne und besonders heiße Sommerwetter und die schon länger anhaltende Trockenheit führt im Versorgungsbereich Leups, der über eine Eigengewinnungsanlage und nicht über das Zentralnetz versorgt wird, dazu, dass wir in den Grenzbereich unserer Trinkwasserliefermöglichkeiten kommen", teilt die Juragruppe per Eilmeldung mit.

Die lang anhaltende Trockenheit habe dazu geführt, dass die Quellschüttung immer weiter absinkt. Die Quelle liefere zwar derzeit noch ausreichend Wasser, sei aber bereits an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt.

Weniger Schüttung

Die Quellschüttung ist laut Juragruppe seit dem Frühjahr kontinuierlich zurückgegangen: Von 1,42 Litern pro Sekunde im April auf 1,25 im Mai 2018. Im Juni waren es nach Messungen des Wasserversorgers noch 1,06 Liter und im Juli nur mehr 0,80 Liter pro Sekunde. "Bei den zurzeit stattfindenden zweitägigen Quellmessungen ist festzustellen, dass sich das Mengendargebot bei diesem Messrhythmus um jeweils zirka 0,02 Liter pro Sekunde verringert", so Hümmer und Zweckverbandsvorsitzender Manfred Thümmler in einer gemeinsam unterzeichneten Erklärung. Die Messung am 30. Juli habe nur noch 0,76 Liter und die am 1. August noch 0,74 Liter pro Sekunde ergeben.

Am Donnerstag fand laut Juragruppe im Beisein eines Vertreters des Bayreuther Gesundheitsamtes eine abermalige Messung statt. Diese ergab eine Quellschüttung von nur noch 0,70 Litern. Dies sei eine Schüttung der Quellen von nur noch rund 60 Kubikmetern in 24 Stunden. Der Ort Leups hatte auf der anderen Seite am 31. Juli einen Wasserverbrauch von zirka 55 Kubikmetern, die über den Förderzähler am Pumpwerk ermittelt wurde.

In der Zeit vom 1. August, 14 Uhr, bis zum 2. August, ebenfalls 14 Uhr, wurden laut Hümmer und Thümmler durch Ablesung der Hauswasserfunkzähler in Leups über diese exakt 57,37 Kubikmeter in 24 Stunden durch die Abnehmer verbraucht.

Die Verantwortlichen der Juragruppe gehen davon aus, dass die Wetterlage in nächster Zeit, ähnlich wie in den vergangenen Wochen, weiter sommerlich heiß bleiben werde. "Deshalb muss ein weiterer Rückgang der Quellen angenommen werden. Die Gefahr besteht sehr wahrscheinlich, dass die Versorgungssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann."

Die Juragruppe ruft die Leupser Bürger dazu auf, mit dem Trinkwasser sparsam umzugehen. "Wir weisen die Bevölkerung von Leups darauf hin, den Wasserverbrauch so gering wie möglich zu halten und insbesondere auf das Bewässern von Gärten- und Grünflächen zu verzichten." Dazu zähle auch das Autowaschen, Säubern der Hausvorplätze, Terrassen, Fenster oder das ständige Neubefüllen von Schwimmbädern und Planschbecken.

Über das Ortsnetz Leups könne deshalb vorübergehend kein Löschwasser mehr zur Verfügung gestellt werden. "Der Kreisbrandrat und der örtliche Kommandant sind aufgerufen, über veränderte Einsatzpläne diesem Sachverhalt Rechnung zu tragen. Auch für Übungszwecke kann kein Löschwasser mehr entnommen werden". Bürgermeister Uwe Raab wurde gebeten, die Feuerwehrverantwortlichen zu informieren. 

MICHAEL GRÜNER

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