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Mittwoch, 20.06.2018

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„piccolo teatro espresso“ zu Gast in Pegnitz

Zuckersüße Lehrstunde für mehr Wärme in der Stadtbücherei — 100 Kinder haben zugesehen - 08.12.2016 23:48 Uhr

Thomas Glasmeyer kam mit seinem Kinderweihnachtstheater in die Pegnitzer Stadtbücherei: Dort zeigte er das Stück „Rosalie und die drei Bären“, in dem es um Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft geht. © Foto: Ralf Münch


Thomas Glasmeyer wäre nicht Glasmeyer, wenn er nicht außer den Kindern auch noch Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels dazu brächte, gespannt zu lauschen und ganz und gar in der Welt der liebevoll selbst angefertigten Puppen zu versinken.

Im Kinderweihnachtstheater ging es diesmal um die Bärenfamilie Brown, die fast wie Menschen im tiefen Wald lebten. Vater-Bär Kurt, Mutter-Bär Elsie und der Sohn-Bär Little Bob. Und ganz wie bei den Menschen musste auch immer mal wieder ein Familienmitglied von der Mama ein bisschen gerügt werden: „Nimm den Rüssel aus der Schüssel, Kuuhuurt, sonst ist der Brei gleich fuuhuurt. . .“

Elsies Ermahnung wurde von den Kindern ebenso begeistert mitgesungen wie das eingangs erwähnte Anklopf-Lied. Alles hätte ganz friedlich und entspannt weitergehen können, wäre da nicht Rosalie, das Mädchen aus dem kleinen Dorf nahe des Waldes, gewesen.

Ein hübsches, goldgelocktes, kleines Wesen, dass sich alles andere als goldig zu benehmen wusste. Das spazierte dann schon mal ganz kess in die Bärenbude, brachte alles ziemlich durcheinanander und die Bärenfamilie heftig ins Grübeln.

Aber Glasmeyer verstand es wie immer, den Kindern ein Happy End mit auf den Heimweg zu geben, hatte Lösungen parat, wie man schlechte Laune und Vorurteile überwinden, eigene Fehler erkennen und eingestehen, aufeinander zugehen, Freunde werden und ein gedeihliches soziales Miteinander pflegen kann.

Mehr Liebe

Für die Kinder in der Vorstellung leicht nachzuvollziehen, ohne dass ein erhobener Zeigefinger nötig gewesen wäre und für die Eltern so ganz nebenbei vielleicht auch noch ein kleiner Anstoß zum Nachdenken, wie die Welt ein klein wenig wärmer und liebevoller gestaltet werden kann. Das „teatro piccolo espresso“, wie immer ganz großes Kino. . . 

ANDREA PFAUCHT

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