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Schlaglochpiste statt Radweg

Früher beliebte Strecke zwischen Hollfeld und Stechendorf verkommt zusehends - 10.10.2012

Theresa Rost auf den Überresten des Hollfelder Radweges.

Theresa Rost auf den Überresten des Hollfelder Radweges. © Leikam


Der Landkreis Bayreuth ist federführend für ein schlüssiges Wegenetz im gesamten Landkreis. Dies begrüßt die leidenschaftliche Fahrradfahrerin und Stadträtin Theresa Rost. Gleichzeitig bedauert sie jedoch, dass das einstige Modellstück des Radwegebaues vor 30 Jahren zwischen Stechendorf und Hollfeld in Vergessenheit gerät.

Vor 30 Jahren wurde von der Stadt Hollfeld der frühere Bahndamm von der damaligen Deutschen Bundesbahn erworben und der Radweg von der Radlerinitiative gebaut. Das Technische Hilfswerk hatte die erforderlichen Geländer an den Bahnbrücken in vielen ehrenamtlichen Stunden angebracht und mit Hochrad und historischen Fahrrädern, voraus der damalige Landrat Klaus Günther Dietel, ging die Einweihungsfeier dieses Teilstückes vonstatten. Die Strecke von Hollfeld bis Stechendorf war das zweite Teilstück des Radweges zwischen Bayreuth und Hollfeld und wurde als damals „Modellstück“ gefeiert.

Von diesem Vorzeigeweg ist heute nichts mehr zu sehen. Die Feinschicht der Schotterdecke des Radweges ist abgefahren und faustgroße Steine kommen zum Vorschein. Theresa Rost merkt an, dass dieses Teilstück des Radweges ein beliebter Weg nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Kinderwagen, Walker und Läufer gewesen ist. Diese Zeit ist scheint jedoch vorbei.

Die Schlaglöcher sind so groß (circa sieben bis zehn Zentimeter), dass diese für Radfahrer eine große Gefahr darstellen. Eine Rückfrage bei der Stadtverwaltung hat ergeben, dass bereits mehrmals vonseiten der Stadtverwaltung Antrag auf Sanierung und Asphaltierung, (wie dies bei den neuen Radwegen derzeit der Fall ist) beim Landratsamt Bayreuth gestellt wurde. Die Anträge wurden jedoch immer wieder abgelehnt.

Radler meiden den Weg

Die Internetseite des Landkreises Bayreuth stellt groß heraus, „dass derzeit das Radwegenetz des Landkreises überarbeitet wird“. Von dieser Überarbeitung hat Theresa Rost jedoch nichts bemerkt. „Ob man den Raum Hollfeld, wie so manchmal in letzter Zeit, vergessen hat?“

Der Aufwand für eine Asphaltierung hält sich durch den alten Bahn-Unterbau möglicherweise in Grenzen. 70 Jahre ist die Eisenbahn Hollfeld—Bayreuth über den Unterbau des Radweges gerollt. Mit einer Asphalt-Feinschicht könnte der „Modellradweg“ schon wieder befahr- und begehbar sein.

Viele Radler meiden zwischenzeitlich den Radweg. Es bleibt zu hoffen, das Hollfeld den Zug auf der ehemaligen Bahnlinie (jetziger Radweg) nicht endgültig verpasst. 

gel

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