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Dienstag, 25.09.2018

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Abschlussfeier am Beruflichen Schulzentrum Roth

203 Azubis für die Zukunft bestens gerüstet - 23.02.2018 14:58 Uhr

Die Jahrgangsbesten des Beruflichen Schulzentrums Roth wurden bei der Abschlussfeier mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. © Fotos: Manfred Klier


Den Staatspreis erhielten Alexander Klatt (Göhren), Nadine Zahner (Schwanstetten), Alexander Leitner (Unterottmannsdorf), Lukas Schmidt (Büchenbach), Daniel Ruhl (Gleißenberg), Johannes Wächtler (Wachenroth), Thomas Kühnel (Roth), Stefan Bayerlein (Abenberg), Jens Kury (Schwabach), David Zitzelsberger (Schwanstetten) und André Steinbauer (Kalbensteinberg).

David Zitzelsberger und André Steinbauer wurden zudem mit dem Industriepreis der Firma Toolcraft aus Georgensgmünd ausgezeichnet. Er ist mit 500 Euro sowie einem kostenlosen Software- oder CAD-Lehrgang dotiert. "Wir sind als Unternehmen erfolgreich und profitieren von der Schulausbildung. Ein bisschen was wollen wir zurückgeben", erklärt Karlheinz Nüsslein von der Firma Toolcraft.

Als Klassenbeste wurden ausgezeichnet: Philipp Hörl (Pleinfeld), Filip Benning (Alfershausen), Marvin Horn (Nürnberg), Michael Lieret (Dietenhofen) und Katrin Hemmeter (Dixenhausen).

Beste Jobchancen

"Der Laden brummt", stellte Schulleiter Greiner zur wirtschaftlichen Situation fest. Beste Voraussetzungen also für die Absolventinnen und Absolventen, die jetzt voll ins Berufsleben eintreten. Das Risiko für die Wirtschaft sei der Fachkräftemangel, den inzwischen fast 60 Prozent der Unternehmen beklagten. Noch vor zehn Jahren hätten viele Absolventen nach der Berufsschule nicht gewusst, wie es weitergeht. Heute dagegen sei es relativ leicht, einen guten Job zu finden.

Karlheinz Nüsslein (links) überreichte den Preis der Firma Toolcraft in Georgensgmünd an Davon Zitzelsberger und André Steinbauer.


Ein besonderer Dank galt Landrat Herbert Eckstein und dem Landkreis Roth, die sehr schulfreundlich agieren. Nur wenige Berufsschulen im Umkreis hätten eine so gute Ausstattung. Das neue Nutzfahrzeugzentrum sei ein gelungenes Beispiel für die Vernetzung von Theorie und Praxis. Die Ausbildungsstätten für Industrie- und Anlagenmechaniker sollen demnächst neu gestaltet werden.

Greiner lobte die enge Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Berufliche Bildung schaffe Zukunft. Der Wirtschaftsstandort Deutschland brauche gut ausgebildete Kräfte. Facharbeiter spielten die Schlüsselrolle in der Wirtschaft. Der nunmehr vollzogen Schulabschluss sei ein wichtiger Baustein dafür.

"Topleistungen abgeliefert"

"Ihr habt Topleistungen abgeliefert", lobte der Schulleiter die Absolventen. Aber man dürfe die Helfer auf diesem Weg nicht vergessen: die Eltern und Erzieher. Das Ja sagen sei bei der Erziehung leicht, das Nein sagen dagegen sei das Schwierige. "Die Arbeit mit einem bestimmten Typ von Schülern war sehr spannend", setzte Schulleiter Greiner seine Rede mit etwas kritischem Unterton fort.

"Viele haben ihr Potential ausgeschöpft und Spitzenergebnisse erzielt. Andere hätten mehr Gas geben können. Aber, es hat sich gelohnt, mit euch zu arbeiten." Probleme zwischen Lehrkräften und Schülern habe es kaum gegeben.

Mit Gesellenbrief und Abschlusszeugnis sei die Eintrittskarte in die Berufswelt gelegt worden. Nun stünden viele Wege offen, sogar bis hin zu einem Studium. "Der Erfolg der Wirtschaft hängt auch von euch ab", betonte der Schulleiter.

Landrat Herbert Eckstein erinnerte sich: "Ich habe auch immer gute Ratschläge erhalten. Manchmal waren sie Schrott, bei anderen habe ich mich später gefragt: Warum habe ich das nicht wahrgenommen?"

Eckstein fuhr fort: "Die Schule ist euch auf den Geist gegangen, aber übermorgen werdet ihr es schade finden, dass ihr nicht mehr in der Schule seid. Ich wünsche euch immer gute, ehrliche Freunde, die auch mal sagen: Das ist ein G’schmarri, was du da machst." Hinfallen könne man immer, aber man müsse dann auch wieder aufstehen. Sein Dank und sein Respekt galten den Schülereltern und den Lehrkräften.

Perspektive im Handwerk

Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich führte am Beispiel Olympia auf, dass nicht jeder erste Preise gewinnen könne, dass aber jede und jeder der Absolventen gewonnen hätte. Ohne das Handwerk gehe in Deutschland nichts. Man brauche sehr viel fachliches Wissen und könne stolz auf seine Leistung blicken.

Der Fachbetreuer Metalltechnik, Christoph Soldner, hatte im Unterricht die Vorgaben zur Erstellung eines Rundlaufgeräts gegeben. Damit kann der präzise Rundlauf eines Metallzylinders gemessen werden. Vier Schüler demonstrierten nun detailliert in Bild- und Videoprojektion, wie sie bei der Konstruktion erfolgreich zu Werke gegangen waren. 

MANFRED KLIER

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