Mittwoch, 26.09.2018

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Großeinsatz in Barnsdorf: Lagerhalle brannte lichterloh

Aluminiumpulver war in Brand geraten - Hohe Explosionsgefahr - 05.04.2018 17:34 Uhr

Durch den Brand entstand eine enorme Rauchentwicklung, die zeitweise sogar noch im Süden Nürnbergs zu sehen war. © Detlef Gsänger


Gegen 5.45 Uhr ging bei der Einsatzzentrale die Meldung ein, dass bei dem dort angesiedelten Betrieb aus noch nicht geklärter Ursache Aluminiumpulver in Brand geraten sei. Schon von Weitem sahen die alarmierten Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, des THW, Katastrophenschutzes und BRK eine dunkle Rauchsäule und Flammenschein über dem Betriebsgelände des metallverarbeitenden Betriebes der Schlenk AG in Barnsdorf aufsteigen.

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Großeinsatz in Roth: Lagerhalle in Barnsdorf in Flammen

Eine Lagerhalle im Rother Ortsteil Barnsdorf ist am Donnerstagmorgen in Brand geraten. Ersten Erkenntnissen zufolge ist aus noch nicht geklärter Ursache Aluminiumpulver in Brand geraten.


Auch mussten die rund 150 Feuerwehreinsatzkräfte Vorsicht walten lassen. Da in der rund 750 Quadratmeter großen Versandhalle auch Aluminium gelagert war, hätten Löschversuche zu einer Explosion führen können. Deshalb entschied sich die Feuerwehr für ein kontrolliertes Abbrennen der Halle. Das angrenzende Gebäude wurde durch eine Wasserwand von einem Übergreifen der Flammen geschützt. Personen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt.

Starke Rauchentwicklung

In der Halle gelagerte Verpackungsmaterialien und Folien sowie das verbrennende Leichtmetall sorgten für die dunkle Färbung der Rauches. Dieser wurde zunächst als möglicherweise giftig eingeschätzt. Deshalb wurde die Bevölkerung in den südlichen Rother Stadtteilen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Der Qualm zog nicht nur durch die Straßen der Stadt, sondern nebelte zeitweise sogar das Krankenhaus ein. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde ein angrenzendes Wohnhaus aus Sicherheitsgründen geräumt.

"Die Rauchsäule erstreckte sich über Roth, Schwabach bis in den Süden von Nürnberg", teilte Polizeisprecher Michael Petzold mit. Durch eine Inversionswetterlage hatte der Rauch keine Möglichkeit, frei abzuziehen. Glücklicherweise drückte die Wolke aber nur bis auf Baumkronenhöhe herunter, sodass die Helfer gefahrlos arbeiten konnten.

Carl-Joachim von Schlenk, Vorsitzender des Vorstands des weltweit agierenden Unternehmens, beruhigte zudem: "Beim Verbrennen von Aluminium werden keine giftigen Stoffe freigesetzt." Wie die für derartige Messungen bestens ausgerüstete Feuerwehr Röthenbach St. Wolfgang ergänzend mitteilte, konnten in dem Brandrauch keine akut gesundheitsschädlichen Konzentrationen festgestellt werden. Auch in Bodennähe wurde kein Rauchgas in gesundheitsschädlichen Mengen gemessen.

Kripo ermittelt

Ein Hubschrauber der Bayerischen Bereitschaftspolizei war ebenfalls im Einsatz und beobachtete die Ausbreitung sowie die Bewegungsrichtung der Rauchwolke. Die Barnsdorfer Hauptstraße war wegen des Feuerwehreinsatzes für den Durchgangsverkehr lange Zeit gesperrt.

Was das Feuer letztendlich auslöste, ist derzeit noch unklar. Brandermittler der Kripo Schwabach versuchen nun die Ursache herauszufinden. Allerdings müssen sie warten, bis das Feuer vollständig erloschen ist.

Barnsdorf bei Roth ist der Stammsitz des 1879 gegründeten Unternehmens Schlenk. Mit weltweit zirka 1000 Mitarbeitern ist der Betrieb ein international führender Hersteller von Metallpulvern, Metallpigmenten und Metallfolien. 

Detlef Gsänger Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung E-Mail

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