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Musik kann nicht nur beleben, sondern auch beruhigen

„Musikalische Grundschule“ soll auch in Hilpoltstein Fuß fassen — Instrumentalkisten für jede Klasse — Silben-Zählen im Unterricht - 20.12.2011 16:25 Uhr

„Zünde dein Licht an“: Durch die Musik können die Mädchen und Jungen bei der Weihnachtsfeier in der Grundschule die Stille im Advent spüren. So nach und nach soll die Musik in alle Bereiche des Schulalltags einziehen. © Windisch


Es ist still in der Aula der Grundschule. Gespannt schauen die Mädchen und Jungen auf die brennende Kerze, die in der Mitte des Raumes auf einem kleinen Tisch steht. Es ist Advent, eine Zeit, „die oft sehr hektisch ist, die aber auch ganz still sein kann“, wie Lehrerin Silvia Krauß weiß.

Dies soll die klassenübergreifende Weihnachtsfeier beweisen. Zwei Tage lang dürfen bis zu vier Klassen gemeinsam in die Aula kommen, sich auf die Weihnacht einstimmen lassen und ihre spirituelle Bedeutung erfahren.

Ein Licht fürs Klassenzimmer

Hier wird zum Beispiel gemeinsam gesungen. „Ein Licht scheint in der Dunkelheit“, wissen die Kinder der dritten und vierten Klasse, „Zünde dein Licht an“, bitten die Erst- und Zweitklässler. Dazwischen lauschen alle der Geschichte von der armen Kirchenmaus (gespielt von Belén aus der 4c), die sich in der dunklen Kirche am Kerzenlicht erfreut, bevor dann jede Klasse selbst ein Licht mit in ihr Klassenzimmer nehmen kann.

Durch die Musik kann man die Stille im Advent spüren. Das wollen Musiklehrerin Silvia Krauß und Religionspädagogin Heidi Stromberger, die beiden Initiatoren der kleinen Weihnachtsfeier, den Mädchen und Jungen vermitteln. Denn Musik kann nicht nur beleben, sondern auch beruhigen.

Für Silvia Krauß hat Musik fast nur gute Seiten: Sie fördert Konzentration und Kooperation, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und führt zur Ruhe. Als Koordinatorin des Projektes „Musikalische Grundschule“ will sie den Grundstein dafür legen, dass die Musik ihren festen Platz findet im Schulalltag. Dafür hat sie ihren Kollegen unter anderem gezeigt, wie sie den Rhythmus in ihren Unterricht bringen können.

Säckchen für den Rhythmus

Hierbei können zum Beispiel kleine Säckchen, gefüllt mit Granulat, helfen. 456 solcher Säckchen haben die beiden Hauswirtschaftslehrerinnen Inge Raum und Maria Herrler gemeinsam mit 13 Mamas und Omas genäht. Sie werden jetzt im Musikunterricht eingesetzt, aber auch im Deutschunterricht beim Silben-Zählen oder im Sportunterricht, um die Koordination zu schulen.

Die Säckchen sind gleichzeitig der Grundstein für die sogenannten Rhythmus- oder Instrumentalkisten, mit denen langfristig jede Klasse ausgestattet werden soll. In diese Kisten gehören dann unter anderm auch Triangel, Hölzer oder Trommel, die ihren festen Platz im Unterricht erhalten sollen. Darüber hinaus wird derzeit der Musikraum aufgeräumt und so weit ausgestattet, dass jede Klasse ihn jederzeit nutzen kann.

„Viele kleine Dinge“

Es sind laut Silvia Krauß eben „nicht die tollen Höhepunkte, sondern viele kleine Dinge“, mit denen die Musik zu einem festen Bestandteil des Alltags werden soll.

Denn, das weiß die Musiklehrerin, „wir sind noch keine ,Musikalische Grundschule‘, aber wir wollen es werden“. 

wi

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