Donnerstag, 21.02.2019

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BN und Stadtgärtnerei Schwabach planen „essbare Stadt“

Der Idee folgten erste Vorstellungen - Vorbild Andernach - Bohnen nutzen - 17.04.2014 09:17 Uhr

Gerade Bohnen eignen sich wunderbar, um Schwabach in eine „essbare Stadt“ zu verwandeln. © oh


Dieser Tage waren vom BN Schwabach die Vorsitzende Almut Churavy und Karin Holluba-Rau mit Cornelia Grebe-Donhauser und Thomas Mulzer von der Stadtgärtnerei in der Innenstadt unterwegs, um auszuloten, ob auch Schwabach sich in eine „Essbare Stadt“ verwandeln könnte.

Dabei ging es keineswegs um eine Kritik an der jahrelangen tollen Arbeit der Schwabacher Stadtgärtnerei, sondern vielmehr um einen Gedankenaustausch, wie das Bewusstsein für Boden als Produktionsgrundlage regionaler Nahrungsmittel und für der Erhalt der Artenvielfalt im Gemüsebereich stärker auch bei Stadtbewohnern gestärkt werden kann.

Ein Vorbild nehmen

Vorbild für eine Entwicklung zur „essbaren Stadt“ ist vor allem Andernach, wo seit drei Jahren im Stadtmauergraben allen vorherigen Unkenrufen zum Trotz mit großem Erfolg Gemüse angebaut wird. Auch die Großstadt München möchte „essbare Stadt“ werden. Dort baut die Kommune öffentlich Gemüse an, das die Einwohner nach Lust und Laune ernten dürfen.

Wo und wie wäre so etwas in Schwabach auch möglich ? Das war die zentrale Frage des gemeinsamen Spazierganges. Für den Tiefgaragenabgang im Altstadthof regte Karin Holluba-Rau zunächst an, die „Artenvielfalt bei Bohnen“ zu nutzen. Zwischen die übliche Blumenblütenpracht sollte man auch Kletterbohnen als Rankpflanzen ansäen. Gerade die Feuerbohne mit ihrer kräftig roten Blüte eigne sich wunderbar dazu.

Damit die Stadtgärtnerei auf vielfältige Bohnensorten zurück greifen kann, überreichten Almut Churavy und Karin Holluba-Rau eine bunte Mischung an Bohnensamen.

Ernten für alle

Thomas Mulzer stellte dann an der nächsten Station seine Idee zur essbaren Stadt vor. Direkt vor dem Eingang zum Kulturrathaus könnte das Wuchergrün entfernt, stattdessen Salat, Tomaten, Paprika und Zucchini angepflanzt werden. Ernten dürfte, wer daran Lust und Freude hätte.

Cornelia Grebe-Donhauser brachte die Idee eines Hochbeetes im Bereich der Wöhrwiese ein, wo vielleicht sogar mit Unterstützung von Anwohnern Gemüse gezogen werden könne. Es könne so zu einem Ort der Ideengebung und der Begegnung für Menschen werden, die Lust am Garteln haben.

Jetzt geht es um die Umsetzung. Es werden Leute im Altstadtbereich gesucht, die Lust hätten, sich bei den ersten Schritten zur „essbaren Stadt“.
  

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