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Dreistündiges Faschingsspektakel in Abenberg

22. Landkreis-Seniorenfasching in der DJK-Halle mit über 200 Mitwirkenden - 29.01.2018 14:27 Uhr

Buntes Abschlussbild: Vertreter aus zwölf Faschingsvereinen, -gesellschaften und -gruppen enterten die Bühne in der Abenberger Sporthalle. Sie sorgten beim 22. Seniorenfasching für ein abwechslungsreiches Programm.


Es war interessant, dass heuer mehr als zwei Drittel der Akteure aus dem Landkreissüden kamen, nämlich aus Thalmässing, Greding, Heideck, Röttenbach, Obermässing und Allersberg. Alexander Hill, der Präsident der Faschingsgesellschaft Gredonia Greding, führte souverän durch das Programm. Sein Co-Moderator Alexander Böck vom Faschingskomitee Allersberg war kurzfristig erkrankt, so dass der Gredinger Faschingspräsident solo blieb. "Der Musikus" Reinhold Sponseil sorgte für die Musik, die Damen der DJK Abenberg für die Bewirtung und Markus Weißmann vom Landratsamt hatte das Programm zusammengestellt.

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Über 200 Mitwirkende aus zwölf Faschingsvereinen, -gesellschaften und -gruppen sorgten für ein dreistündiges Spektakel in der DJK-Halle in Abenberg, das jedes Jahr zu den Höhepunkten des Faschings im Landkreis Roth zählt.


Einen "musikalischen Knalleffekt" (Alexander Hill) gab es gleich zu Beginn, als der Fanfarenzug FG Grün-Weiß "Die lustigen Wenden" aus Wendelstein dem Publikum den Marsch blies. Die Showtanzgruppe der Faschingsfreunde Thalmässing sorgte mit farbenprächtigen Kostümen, rhythmischer Musik und einer tollen Choreographie dafür, dass der Adrenalin-Spiegel mächtig anstieg.

Nachwuchs in der Bütt

In die Jugendbütt stieg Kim Bieringer vom Schwander Carnevals-Club. In Reimform erzählte sie von ihren Nöten, weil ihr die Mama den Geldhahn zugedreht hat. Überall sucht sie nach Möglichkeiten, ein bisschen was zu verdienen, doch es klappt nicht. Am Ende ihrer enttäuschenden Suche schmeichelt sie sich dann doch wieder zu Hause ein und bekräftigt: "Hier bleibe ich, das ist ein Hammer, in der Vollpension bei Mama!"

Akrobatik pur bot Ü-15-Tanzmariechen Laura Preischl von der Faschingsgesellschaft Gredonia Greding. Laura ist die Tochter des Gredinger Bürgermeisters Manfred Preischl, der mit stolzgeschwellter Brust verriet: "Ganz wie die Mama!"

Einen tollen Tanz zeigten auch die "Mini-Fleckli" der Karnevalsgesellschaft Spalt. Die Spalter brauchen sich angesichts solcher akrobatischen Tänze keine Sorgen um den Nachwuchs machen.

Dann begrüßte das anmutige Kinderprinzenpaar Emily I. und Yurri I. aus Heideck – beide sind sieben Jahre alt – die Anwesenden in gereimter Form und es tanzte den Prinzenwalzer.

Wie jedes Jahr hieß es danach: Bürgermeister und Ehrengäste auf die Bühne. "Wir machen jetzt wieder unsere beliebte Modenschau und fragen: Wer ist der schönste Bürgermeister?", frotzelte Herbert Eckstein, der heuer zusammen mit seiner Frau Elke als Wikinger auftrat.

Wer ist der Schönste?

Wer denn nun der schönste Bürgermeister war, ließ sich nicht eruieren, denn manche Stadt- und Land-Oberhäupter waren so perfekt verkleidet, dass sie niemand erkannte. So zum Beispiel der Hilpoltsteiner Rathauschef Markus Mahl, der, als Nonne verkleidet, mit Maske und Sonnenbrille erschienen war. Für Gredings Bürgermeister Manfred Preischl, der mit einem gestreiften T-Shirt und Perücke präsent war, hatte Herbert Eckstein den Tipp parat: "Längsstreifen würden dir eigentlich noch besser stehen."

Die Juniorengarde des Faschingsclubs Röttenbach hatte einen wunderbaren Tanz einstudiert. Schlag auf Schlag folgte die Tanzgruppe "The Dance Express" des Faschingsvereins Meckenhausen, die ihren Tanz unter das Thema "Aschenbrödel" stellte.

Ein farbenprächtiges Bild bot auch eine Abordnung der Rother Prinzengarde des "Rother Carneval-Vereins schwarz weiß", die den dritten Platz bei den mittelfränkischen Meisterschaften erzielt hat. Wegen des Rother Prinzenpaars Nicky I. (gehörlos) und Andy I. (gehörgeschädigt) – eine Besonderheit, die es bislang noch nicht gegeben hat –, war sogar das Fernsehen präsent. Hervorragende Noten ertanzte sich auch das Junioren-Tanzmariechen-Paar Franziska Fiedler und Lara Warnow vom "Verein für Geselligkeit" Georgensgmünd.

Mit weißen Barock-Perücken trat die Showtanzgruppe "Nieglnixn" (Fosnatniegl & Die Wilde 13 Faschinxverein Obermässing) auf. Die acht Mädels wechselten nach der einleitenden höfischen Musik blitzschnell auf den Song "Amadeus" von Falco um und beeindruckten durch ihren tollen Showtanz. Ebenfalls aus Obermässing kamen Susanne und Wolfgang, die mit dem Sketch "Tattoo - Tattaa" für Lacher sorgten. Die rasante Show ging weiter mit einer Vorführung des Ü-15-Showtanzmariechens Diana Jungmann von der Faschingsgesellschaft Grün-Weiß "Die lustigen Wenden" Wendelstein. Zu Beginn trat sie als "Marionette" auf und setzte damit eine höchst kreative Idee um.

Atemberaubend und spektakulär gestalteten sich die Tanzvorführungen der "Original Allersberger Flecklashexen" des Faschingskomitees Allersberg. Sie werden am Freitag in der Live-Übertragung aus Veitshöchheim wieder dabei sein, kündigte Moderator Alexander Hill an.

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Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Männerballetts Thalmässing. Die lustige Truppe um Konrad Schwarz machte, als Cowboys und Indianer verkleidet, den wilden Westen noch wilder und legte eine tolle Performance auf die Bühne. Nach den Klängen von "Bonanza" und "Hol mir das Lasso raus!" wurde der ahnungslose Herbert Eckstein, ehe er sich’s versah, an den Marterpfahl gefesselt und musste sich als gefangener Wikinger das Spektakel mit ansehen.

Schöne Geste: Jeder Gast durfte, wenn er wollte, im Anschluss an die Veranstaltung am Ausgang einen Blumenstock mit Primeln als Erinnerungsgeschenk mit nach Hause nehmen. Das versöhnte auch die Gäste aus Allersberg, die der Bus der fünf Buslinien "vergessen" hatte und die dann mit Privatautos angereist waren. 

ROBERT UNTERBURGER

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