Montag, 17.12.2018

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Kraftdreikämpfer Lorenz holte sich Deutsche Meisterschaft

Bärenstarkes Comeback für 34-jährigen Wolkersdorfer - 03.04.2014 09:43 Uhr

Ein Mann mit Gewicht(en): Der Wolkersdorfer Sven Lorenz holte sich zum wiederholten Mal die Deutsche Meisterschaft im Kraftdreikampf.Archiv- © Ralf Rödel


Sven Lorenz war im vergangenen Jahr sportlich etwas kürzer getreten. Zuerst die Hochzeit. Dann der Kauf und der Umbau eines Hauses in Wolkersdorf. „Das hat schon Kraft gekostet“, sagt der 34-Jährige, der seit 14 Jahren im Kraftsport zu Hause ist. Die Bayerische Meisterschaft war 2013 sein größter Erfolg.

Auf die Deutsche Meisterschaft vor kurzem in Elmshorn bei Hamburg konnte sich Lorenz aber optimal vorbereiten. Und dementsprechend gut lief es auch in der Klasse bis 110-Kilogramm Körpergewicht. Seinen vier Kontrahenten ließ der Unternehmer mit dem Körperbau eines Kleiderschranks keine Chance.

Der Kraftdreikampf beginnt immer mit den sogenannten Kniebeugen, bei dem der Sportler Gewicht auf die Schulter geladen bekommt. Lorenz war bei allen drei Versuchen (260 Kilomgramm, 280 Kilogramm, 300 Kilogramm) auf der sicheren Seite. Von seiner persönlichen Bestleistung – 335 Kilogramm – ist er aber noch ein Stück entfernt.

Doch mit den 300 Kilogramm, die in die Wertung kamen, hatte der 34-Jährige die Grundlage für die Meisterschaft gelegt. In der zweiten Disziplin, dem Bankdrücken, brachte Lorenz im zweiten Versuch 190 Kilogramm zur Hochstrecke.

Im letzten Versuch ließ er 210 Kilogramm auflegen. „Die hätte ich drin gehabt“, sagt er. Doch er leistete sich einen „ärgerlichen technischen Fehler“.

Ähnlich wie die beiden ersten Disziplinen lief auch das abschließende Kreuzheben gut, wenn auch nicht überragend. 240 Kilogramm und 260 Kilogramm hob er ohne größere Probleme. Die abschließend aufgelegten 270 Kilogramm konnte er ebenfalls ziehen, bekam den Versuch aber als ungültig gewertet.

Dennoch: Eine Dreikampfleistung von 750 Kilogramm kann sich durchaus sehen lassen. Von seiner persönlichen Bestleistung (790 Kilogramm) war Lorenz nicht allzu weit entfernt. Das lässt für EM und WM durchaus hoffen.

 

rog

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