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Kreistagswahl: Ambitionierte Freie Wähler ohne Überraschungen

Als eigene Kraft etablieren - Mindestens 13 Mandate - 11.11.2013 11:41 Uhr

Die Spitzenkandidaten der Freien Wähler für die Kreistagswahl. © Windisch


Dies sei das bislang beste Ergebnis gewesen, sagt Schnell. Im kommenden März soll es noch mal getoppt werden.

Der Proporz ist ihnen wichtig. Auf den ersten 20 Plätzen muss mindestens ein Vertreter jeder Gemeinde zu finden sein. Dies sei Regel Nummer eins gewesen bei der Aufstellung der Liste, erklärte Kreisvorsitzender Hermann Kratzer bei der Nominierungsversammlung im Gasthaus Böhm in Rothaurach.

Regel Nummer zwei: Amtierende Kreisräte, die wieder antreten, stehen ebenfalls auf einem der ersten 20

Listeplätze. Bonuspunkte erhielten außerdem die amtierenden Bürgermeister und diejenigen, die es werden wollen. Mit berücksichtigt wurde bei der Aufstellung zudem, wer bei den jüngsten Wahlen erfolgreich war und wie groß der jeweilige Ortsverein und die Gemeinde sind.

Ohne Überraschungen

Herausgekommen ist eine Liste ohne große Überraschungen. Angeführt wird sie vom Kreisvorsitzenden Hermann Kratzer selbst. Es folgen auf den Plätzen Bezirksrat und der Kammersteiner Bürgermeister Walter Schnell, Roths zweite Bürgermeisterin Elisabeth Bieber und FW-Kreisfraktionsvorsitzender Michael Pfeiffer.

Danach sämtliche Bürgermeister, die die Freien Wähler in den Städten und Gemeinden stellen (insgesamt vier), dazu zahlreiche zweite und dritte Bürgermeister, Ortsvereinsvorsitzende sowie Stadt- und Gemeinderatsmitglieder. Mit FW-Neuling Karin Halbig (Platz 23) steht zudem ein ehemaliges Landtagsmitglied mit auf der Liste. Die Heideckerin hat vor einigen Jahren der CSU den Rücken gekehrt.

Einer kam noch dazu

Mit zwölf Mandatsträgern waren die Freien Wähler nach der jüngsten Wahl im Kreistag vertreten. Mit dem Wechsel von Anton Nagel von der CSU zu den FW wuchs ihre Zahl auf 13. So viele wollen sie nun mindestens wieder werden. „12 + x“ gab Walter Schnell als Ziel aus. Die FW seien „die Kraft des Ausgleichs“, so der stellvertretende Landrat, der sich nach eigener Aussage noch gut an seine Anfangsjahre im Kreistag Ende der 1970er Jahre erinnern könne, als die CSU die absolute Mehrheit im Gremium hatte „und alle anderen nicht von Bedeutung waren“.

„Eigene Kraft“

Inzwischen sind die Verhältnisse andere, und dass das Gespräch untereinander so gut funktioniert, „ist auch unser Verdienst“, so Schnell. Die Freien Wähler hätten viel dazu beigetragen, dass der Kreis so gut darstehe, war sich der Kammersteiner sicher. Dabei sei man alles andere als „der Handlanger des Landrates“ und werde sich auch in Zukunft als eigene Kraft profilieren. „Die Menschen im Landkreis profitieren davon“.

Kurz blickte Walter Schnell auch auf die vergangenen Wahlen zurück. Bei den Landtagswahlen hätten die Freien Wähler sich stabilisiert, bei der Bezirkstagswahl sogar leicht dazugewonnen. Dies mache ihm Hoffnungen, auch bei der Kommunalwahl erfolgreich zu sein.

Als Flop bezeichnete der Bezirksvorsitzende dagegen die Bundestagswahl (ein Prozent der Stimmen) und machte dafür unter anderem Bundes- und Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger verantwortlich, der sich zu sehr auf den Landtagswahlkampf fokussiert habe. Man habe zur Bundestagswahl versäumt, dem Bürger zu sagen, warum er die Freien Wähler wählen sollte. Oft, so Schnell, „dürfen wir uns dies nicht erlauben“.

„Wir wollen mitmischen“

Nun aber sei es Zeit, das Negativ-Erlebnis Bundestagswahl abzuhaken. Aus der Kreistagswahl im nächsten März jedenfalls will die Vereinigung gestärkt hervorgehen. „Wir wollen mitmischen und uns einbringen“, gab er seinen Mitstreitern mit auf den Weg.

Das Votum der Versammlung war am Ende eindeutig. Ohne eine einzige Gegenstimme oder Stimmenthaltung wurde die Kreistags-Liste genehmigt. Damit gehen die Freien Wähler laut Hermann Kratzer mit einer „ordentlichen Liste“ in den Wahlkampf.

Die Liste

 1. Hermann Kratzer, Greding
  2.
Walter Schnell, Kammerstein
  3.
Elisabeth Bieber, Roth,
  4.
Michael Pfeiffer, Hilpoltstein
  5.
Thomas Schneider, Röttenbach
  6.
Helmut Bauz, Büchenbach
  7.
Alfred Zottmann, Spalt
  8.
Gabi Müller, Rednitzhembach
  9.
Dr. Reinhard Spörl, Heideck
  10.
Michael Greiner, Hilpoltstein
  11.
Manfred Preischl, Greding
  12.
Klaus Popp, Rohr
  13.
Richard Götz, Kammerstein
  14.
Fritz Loy, Thalmässing
  15.
Helmut Mederer, Wendelstein
  16.
Richard Hetzelein, Schwanstett.
  17.
Eugen Börschlein, Abenberg
  18.
Thomas Sturm, Allersberg
  19.
Helmut Volkert, Georgensgmünd
  20.
Sonja Möller, Roth
 21. Ralf Beyer, Heideck
  22.
Karl Kirschner, Thalmässing
  23.
Karin Halbig, Heideck
  24.
Marina Mösle, Rednitzhembach
  25.
Jörg Ruthrof, Wendelstein
  26.
Johannes Gerstner, Röttenbach
  27.
Dr. Ulrich Karl, Allersberg
  28.
Wolfgang Seefried, Spalt
  29.
Karl Schnitzlein, Roth
  30.
Gerhard Schwing, Hilpoltstein
  31.
Anton Friedrich, Abenberg
  32.
Robert Häußlein, Roth
  33.
Siegfried Frank, Wendelstein
  34.
Jürgen Kremer, Schwanstetten
  35.
Manfred Bauer, Thalmässing
  36.
Christian Mitzam, Büchenbach
  37.
Christine Augsdörfer, Gmünd
  38.
Harald Knauer, Hilpoltstein
  39.
Falko Fabianek, Roth
  40.
Bernd Weiß, Kammerstein
 41. Michael Breit, Spalt
  42.
Regina Wenning, Abenberg
  43.
Gerhard Lauber, Allersberg
  44.
Kurt Holzmann, Greding
  45.
Werner Reisinger, Roth
  46.
Ralf Schöneck, Büchenbach
  47.
Rudolf Göllner, Wendelstein
  48.
Gerhard Wendler, Roth
  49.
K.-E. Freudenberger, Röttenbach
  50.
Marina Regensburger, Greding
  51.
Torsten Hahn, Thalmässing
  52.
Georg Bieber jun., Roth
  53.
Robert Köbler, Schwanstetten
  54.
Josiane Albrecht, Wendelstein
  55.
Karl Schülein, Allersberg
  56.
Alexander Urmoneit, Abenberg
  57.
Franz Mosandl, Hilpoltstein
  58.
Peter Weidner, Schwanstetten
  59.
Alfred Waldmüller, Hilpoltstein
  60. Roland Frauenknecht, Rohr
 

BEATE WINDISCH

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