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„mister*lady“ baut Firmensitz in Schwabach

Von Nürnberg-Altenfurth nach Schwabach-West - Architektenwettbewerb - 19.09.2013 10:24 Uhr

Wirtschaftsreferent Sascha Spahic (li.) und Oberbürgermeister Matthias Thürauf (re.) mit den beiden „mister*lady“-Geschäftsführern Jürgen Hanslbauer (2.v.li.) und Rudolf Kempter (2.v.re.). Der OB überreichte als Begrüßungsgeschenk vorgoldete Pflastersteine.

Wirtschaftsreferent Sascha Spahic (li.) und Oberbürgermeister Matthias Thürauf (re.) mit den beiden „mister*lady“-Geschäftsführern Jürgen Hanslbauer (2.v.li.) und Rudolf Kempter (2.v.re.). Der OB überreichte als Begrüßungsgeschenk vorgoldete Pflastersteine. © Gunther Hess


Derzeit läuft ein Architektenwettbewerb. Bis September 2015 soll der Umzug beziehungsweise Einzug erfolgen. Die Geschäftsführung hat sich bewusst für Schwabach als neuen Standort entschieden.

Oberbürgermeister Matthias Thürauf und Wirtschaftsreferent und Stadtkämmerer Sascha Spahic freuen sich über den neuen Betrieb in der Stadt.

Verwaltung und Logistik

„mister*lady“ will von der neuen Zentrale in Schwabach aus alle rund 280 Filialen in Deutschland und Österreich mit Ware versorgen. Es wird hier Verwaltung und Logistik geben, keine Produktion und auch keinen Fabrikverkauf. Vertreter der Firma versprechen „attraktive Gebäude“, für die Belegschaft soll unter anderem auch ein Fitnessraum gebaut werden.

„Es ist für mich ein großes Glücksgefühl, dass wir eine so tolle Firma für unser neues Gewerbegebiet gewinnen konnten“, sagte der OB bei der Pressekonferenz, in der zwei der drei Geschäftsführer und die Schwabacher Verwaltungsspitze die Nachricht verkündeten.

Erste Firma im neuen Gewerbegebeit

Thürauf sagte auch, „mister*lady“ sei ein „toller Leuchtturm“ für das neue Gewerbegebiet, und das, bevor dessen Vermarktung überhaupt begonnen habe.

„mister-lady“-Geschäftsführer Jürgen Hanslbauer sprach von einer „gewaltigen Investition“ für das Unternehmen in Höhe von 15 bis 20 Millionen Euro. Der Umzug aus Nürnberg sei erstmals im September 2012 erwogen worden, weil das Textilunternehmen in Nürnberg-Altenfurt Mieter in Gebäuden der Gründer-Familie ist.

Rentable Investition

Die GmbH sei jedoch 2011/12 an die Schweizer Opcon AG verkauft worden, der Mietvertrag laufe noch bis 2015. Angesicht der derzeit niedrigen Zinsen sei die Investition in eine eigene Immobilie rentabel erschienen. Der Beschluss dafür sei im November 2012 gefallen.

Daraufhin habe man im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach geeignete Flächen gesucht. Den ersten offiziellen Termin mit der Stadt Schwabach habe es im Januar 2013 gegeben. „Die Verhandlungen waren von Anfang an vertrauensvoll und angenehm“, sagte Hanslbauer.

Gute Zusammenarbeit

Dieses Kompliment gab Wirtschaftsreferent Sascha Spahic zurück, hob die „kurzen Wege“ hervor und versprach dem Unternehmen auch weiterhin gute Zusammenarbeit.

Der Gewerbeparkt Schwabach-West befindet sich an der Nördlinger Straße. Rechts oben im Bild ist der Edeka-Markt Krawczyk zu erkennen, links unten die Autobahnabfahrt Schwabach-West. mister*lady hat die beiden Parzellen links vorne (5 und 7) gekauft.

Der Gewerbeparkt Schwabach-West befindet sich an der Nördlinger Straße. Rechts oben im Bild ist der Edeka-Markt Krawczyk zu erkennen, links unten die Autobahnabfahrt Schwabach-West. mister*lady hat die beiden Parzellen links vorne (5 und 7) gekauft. © Bayerische Vermessungsverwaltung


„mister-lady“-Geschäftsführer Rudolf Kempter erläuterte die Entscheidung für den neuen Standort Schwabach. Einen Großteil der Waren, 80 bis 90 Prozent, erhalte das Unternehmen auf dem Seeweg und letztlich über den Nürnberger Hafen. Der Weg vom Hafen nach Schwabach sei mit zwölf Kilometer nicht weiter als vom Hafen zur jetzigen Zentrale in Altenfurt.

Auch für die rund Mitarbeiter in der Zentrale werde sich wenig ändern. „Wir wollen die Mitarbeiter behalten, die sind für uns ein sehr wichtiges Gut“, gab er zu verstehen.

Wirtschaftliche Gründe

Wie die beiden Geschäftsführer betonten, sei die Entscheidung für Schwabach aus wirtschaftlichen Gründen getroffen worden, auch weil in Nürnberg keine passenden Flächen zu vertretbaren Preisen zur Verfügung gestanden hätten.

„mister*lady“ hieß früher „mister und lady Jeans“. Unter diesem Namen trat die Firma vor einigen Jahren als Triktot-Sponsor für den 1. FC Nürnberg auf. Das Sortiment mit den Marken Blind Date casual, Blind Date woman, Blind Date bodywear, Much More und Savvy lässt sich mit „junge Mode“ umschreiben. Insgesamt hat „mister*lady“ nach Unternehmensangaben mehr als 1700 Mitarbeiter.

www.mister-lady.com 

Gunther Hess

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