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Andreas Schreiner will Landrat werden

Der Höttinger braucht noch 340 Unterschriften für die Zulassung - 21.07.2017 10:07 Uhr

Der Herausforderer: Andreas Schreiner von der Piratenpartei will als Landrat kandidieren. Der Wahlvorschlag wurde nun eingereicht.


Die im Kreistag vertretenen Parteien hatten alle schnell abgewunken. Es fehlte an interessiertem Personal, das sich in den zeitaufwendigen Wahlkampf stürzen wollte, und das mit der großen Wahrscheinlichkeit, am Abend des 24. September als Verlierer dazustehen. Denn Amtsinhaber Gerhard Wägemann (CSU) geht als klarer Favorit ins Rennen. Und er hat in den vergangenen Jahren seinen Job offenbar so gut gemacht, dass es keinen wirk­lichen Protest an seiner Amtsführung gab.

Andreas Schreiner war aber der Meinung, dass eine Wahl mit nur einem Bewerber keine echte Wahl darstellt, und hat im März seinen Hut in den Ring geworfen. Im Mai folgte die offizielle Nominierung des 33-Jährigen. Nun hat die Piratenpartei Weißenburg-Gunzenhausen ihren Wahlvorschlag auch ganz offiziell bei der Kreiswahlleitung eingereicht.

Das Problem: Da die Piratenpartei bislang noch nicht im Kreistag vertreten ist, muss sie erst eine bestimmte Anzahl an Unterstützern hinter sich vorweisen, um überhaupt zugelassen zu werden. Konkret braucht es 340 Unterschriften. Die dürfen die Piraten aber nicht einfach auf der Straße sammeln, sondern die Unterstützer müssen zu ihrer jeweiligen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung marschieren und sich dort eintragen. Die entsprechenden Listen liegen bis zum 14. August um 12.00 Uhr auf. Eintragen darf sich nur, wer bei der Kommunalwahl im Landkreis das Wahlrecht hat. Bei der Kreistagswahl 2014 konnten die Piraten die Unterschriftensammlung umgehen, weil sie eine gemeinsame Liste mit der Linken gebildet hatten. Diese kam auf 2,3 Prozent der Stimmen.

Andreas Schreiner ist gebürtiger Weißenburger und hat hier sein Abitur gemacht. Von Beruf ist er Softwareentwickler. Bei der Gemeinderatswahl 2014 charakterisierte er sich selbst folgendermaßen: „In meiner Freizeit beschäftige ich mich neben der Politik mit allen Themen rund um Computer. Ich interessiere mich außerdem für Fußball und Motorsport.“ Im März 2012 trat er der Piratenpartei bei, eineinhalb Jahre später wurde er stellvertretender Kreisvorsitzender und inzwischen steht er an der Spitze des Kreisverbandes.

Als thematische Schwerpunkte seiner Kandidatur nennt Schreiner in einer Pressemitteilung „die Förderung von mehr Transparenz bei politischen Entscheidungsprozessen, die Nutzung von Chancen und den Umgang mit Problemen der Digitalisierung, die Begegnung des demografischen Wandels sowie eine nachhaltige Wirtschaftspolitik“. Weiterhin setzt er sich für eine Verbesserung des Managements der Flüchtlingssituation sowie eine Förderung der Integrationsbemühungen ein, heißt es in dem Pressetext.

In den vergangenen Wochen hat Andreas Schreiner mit ein paar ersten Infoständen für seine Kandidatur geworben. Sein Hauptsprachrohr sind bislang Leserbriefe, mit denen er sich  positioniert und immer wieder kritisch Entscheidungen von Landrat Wägemann und dem Kreistag infrage stellt. Eine ausführ­liche Präsentation seiner Person und seine politischen Ziele sei demnächst auch auf der Internetseite (www.piraten-wug.de) und auf der Facebookseite „facebook.com/piratenwug) zu finden, kündigt Schreiner an. 

Robert Maurer

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