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Der Tag der Franken soll nach Weißenburg

2018 will die Stadt Weißenburg die Feier ausrichten - 15.07.2016 13:00 Uhr

Fränkisch Flagge zeigen will die Stadt Weißenburg, die sich nun um die Ausrichtung des Tags der Franken im Jahr 2018 bemühen will.

Fränkisch Flagge zeigen will die Stadt Weißenburg, die sich nun um die Ausrichtung des Tags der Franken im Jahr 2018 bemühen will. © Archivfoto: Robert Renner


Quer durch das politische Spektrum fanden die Ausschussmitglieder den Vorschlag gut. Es sei eine tolle Veranstaltung mit weit überregionaler Strahlkraft, die sich finanziell in einem überschaubaren Rahmen halte, fasste Weißenburgs Rechtsamtsleiter Heiko Stefke die Aussagen in der Sitzung gegenüber unserer Zeitung zusammen.

Die Kosten übernehme der Bezirk Mittelfranken, lediglich wenn stadtspezifische Dinge zu finanzieren seien, müsse  Weißenburg in den eigenen Säckel greifen. Beim Tag der Franken 2012 in Schwabach beliefen sich die Kosten für die Stadt auf 20000 Euro.

Die von der Partei für Franken jüngst geäußerte Kritik, dass der Tag der Franken immer mehr zu einer „Selbstbeweihräucherungsveranstaltung der CSU“ verkomme, wurde im Kulturausschuss nicht geteilt, berichtete Stefke. Dass der Bayerische Minis­terpräsident dabei spreche, wurde von allen Seiten als selbstverständlich eingestuft.

Das Fest soll, so Weißenburg denn zum Zuge kommt, zentral in der Stadt  gefeiert werden. Es ist denkbar, das Altstadtfest damit zu verbinden. Ob der Tag der Franken 2018 unter ein Motto gestellt wird, ist noch offen. Bei mittelfränkischen Ausrichtern war dies bisher der Fall und der Bezirkstag will sich wieder ein Motto einfallen lassen.

Der Tag der Franken wurde 2006 vom Bayerischen Landtag eingeführt und wird seither jährlich organisiert. Die Veranstaltung findet jeweils am ersten Juli-Wochenende abwechselnd in einem der drei fränkischen Bezirke statt, in diesem Jahr im oberfränkischen Hof.

Das Datum wurde gewählt, weil zur gleichen Zeit im Jahr 1500 auf dem Reichstag in Augsburg „das damalige Heilige Römische Reich Deutscher Nation zur besseren Wahrung des Landfriedens in zehn Kreise eingeteilt wurde. Hier entstand auch der fränkische Reichskreis“, heißt es in den Sitzungsunterlagen für den Kulturausschuss.

Angeschrieben wurden von der Regierung von Mittelfranken zehn Städte. Erfahrungsgemäß gehen vier bis fünf Bewerbungen ein (Frist: 15. September), aus denen der Kulturausschuss des Bezirkstags den Ausrichter auswählt. Veranstaltet haben den Tag der Franken bisher Nürnberg, Bamberg, Miltenberg, Bad Windsheim, Kulmbach, Bad Kissingen, Schwabach, Bayreuth, Ochsenfurt, Erlangen und Hof.

Für die Bewerbung Weißenburgs muss nun der Stadtrat in seiner Sitzung am 28. Juli noch endgültig grünes Licht geben. Angesichts der einstimmigen Entscheidung im vorberatenden Ausschuss dürfte die Abstimmung aber reine Formsache sein. 

Robert Renner

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