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Segel setzen: Die FAU schickt Schiff auf die Ostsee

45 Wissenschaftler tauschen Labore gegen Bootsdeck - 20.06.2017 15:41 Uhr

Die "Thor Heyerdahl" ist ein 50 Meter langer und 6,5 Meter breiter Dreimast-Toppsegelschoner mit Heimathafen Kiel. © KUS-Projekt


Segel setzen, Deck schrubben, für die ganze Crew kochen: Es ist kein Kreuzfahrtschiff, das sich die Teilnehmer da ausgesucht haben. Stattdessen müssen alle mithelfen. Unbekanntes wagen, Herausforderungen meistern, Neues entdecken. "Wir wollen zeigen, dass die Uni nicht nur Punkte sammeln und Prüfungen abhaken ist", sagt FAU-Präsident Joachim Hornegger. "Wir wollen Wissenschaft anders erlebbar machen."

Darum schickt die Friedrich-Alexander-Universität erstmals ein Segelschiff unter dem Motto "science sets sail" über die Ostsee. Von Kiel geht es über Malmö, Riga, Helsinki, Tallinn und Danzig nach Rostock. An Bord sind je zwei Wochen lang 15 FAU-Wissenschaftler und 15 Gäste aus den angrenzenden Ländern. Gemeinsam wollen sie Forschungsfragen angehen und Kooperationen knüpfen.

Auf jeder der zehntägigen Etappen sind je 15 FAU-Wissenschaftler und 15 Gäste an Bord. © Open Street Map/FAU


100.000 Euro lässt sich das die Uni kosten. Die Idee entstand durch einen Aufruf der Deutschen Forschungsgemeinschaft nach innovativem, internationalem Forschungsmarketing. "In außergewöhnlicher Umgebung haben die Menschen außergewöhnliche Ideen", sagt Thomas Eberle, der an der Uni seit Jahren das Projekt "Klassenzimmer unter Segeln" organisiert und wissenschaftlich begleitet. Dabei fahren 34 Zehntklässler ein halbes Jahr auf der "Thor Heyerdahl" um die halbe Welt.

Jetzt sind die Erwachsenen dran. In den angefahrenen Häfen stellen die Wissenschaftler die Uni und ihre Forschung der interessierten Öffentlichkeit vor. Sie hoffen, dass darunter der ein oder andere künftige Student oder Kollege ist.

Die NZ wird bei der letzten Etappe von Tallinn nach Rostock mit an Bord sein und regelmäßig berichten. 

Christina Merkel

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