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Club heute in Leipzig: Köllner fordert "bärenstarke Leistung"

Nürnberg wartet noch auf den ersten Auswärtssieg der Bundesliga-Saison - 07.10.2018 05:57 Uhr

Nürnbergs Virgil Misidjan (rechts) im Laufduell mit dem Düsseldorfer Matthias Zimmermann. © Sportfoto Zink


Während der 1. FC Nürnberg in der vergangenen Saison von seiner Auswärtsstärke zehrte und auf fremden Plätzen mit 32 sogar mehr Zähler einfuhr als vor eigenem Publikum (28), wartet er in dieser Spielzeit noch auf den ersten Auswärtssieg. Am Sonntag unternimmt das Team von Michael Köllner seinen vierten Versuch. Um die drei Punkte bei RB Leipzig mitzunehmen, muss aber viel zusammenkommen.

Der 48-Jährige erwartet wie schon in Dortmund ein "sehr ungleiches Duell". Weil man aber aus dem 0:7-Debakel beim BVB seine Lehren gezogen habe, rechnet er mit einem ganz anderen Ausgang gegen den formell ebenfalls übermächtigen Kontrahenten. "In Dortmund sind wir in Ehrfurcht erstarrt und waren gehemmt, unser Spiel zu spielen", erklärte Köllner, der nach der gegen Düsseldorf mit 3:0 geglückten Wiedergutmachung und "einer guten Trainingswoche" positiv gestimmt ist. Doch bei aller Zuversicht: Nicht nur die Wettanbieter sehen im Club den krassen Außenseiter. "Es bedarf einer bärenstarken Leistung und einer durchschnittlichen Leistung von Leipzig, damit wir eine Chance haben, zu gewinnen", ahnt Köllner.

"Gutes Freilaufverhalten und Top-Positionierung"

Zu einer reinen Abwehrschlacht will er sein Team gegen die geballte Offensivkraft der Leipziger nicht verpflichten. "Agieren ist ein gutes Rezept. Wir sind eine Mannschaft, die agieren muss, so schwer das gegen diese stark pressende Mannschaft auch sein mag." Sein Team müsse es sich zutrauen, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, damit auch Leipzig in der Defensive gefordert wird: "Dazu brauchen wir ein gutes Freilaufverhalten und eine Top-Positionierung."

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Nach dem 3:0 über Fortuna Düsseldorf grinsten Spieler und Verantwortliche des 1. FC Nürnberg um die Wette. Aber auch auf den Rängen im Max-Morlock-Stadion herrschte nach dem Abpfiff grenzenlose Freude.


Den Rückschluss, Leipzig könnte nach der dritten englischen Woche in Folge einen Substanzverlust verspüren, lässt der Club-Trainer nicht zu: "Wenn du gewinnst, dann spielst du unheimlich gerne Fußball. Am liebsten jeden Tag." Die Sachsen gewannen ihre letzten drei Partien gegen Stuttgart (2:0) und Hoffenheim (2:1) in der Bundesliga sowie in der Europa League bei Rosenborg Trondheim (3:1). "Sie haben sicherlich genügend Kraft, in sieben Tagen drei Spiele zu spielen", mutmaßt Köllner.

Kubo kehrt zurück

Vor allem aber hat RB genügend Spieler. Die am Donnerstag in Trondheim pausierenden Timo Werner, Yussuf Poulsen, Dayot Upamecano sowie die angeschlagenen Kevin Kampl (Erkältung) und Emil Forsberg (Adduktorenprobleme) dürften ausgeruht wieder in die Startelf rutschen. Leipzigs Coach Ralf Rangnick hat einen weiteren Erfolg im Duell mit dem Aufsteiger angesichts der Zielsetzung von im Schnitt zwei Punkten pro Spiel einkalkuliert. Für Köllner keine Überheblichkeit: "An seiner Stelle würde ich mich genauso äußern."

Er arbeitet jedoch daran, dass es anders kommt und Nürnberg der erste Bundesliga-Auswärtssieg gelingt. Bis auf die Langzeitverletzten Ewerton, Sebastian Kerk und Edgar Salli (Trainingsrückstand) kann der Club-Coach auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Der japanische Mittelfeldspieler Yuya Kubo wird nach seiner schöpferischen Pause gegen Düsseldorf wieder in die Anfangsformation zurückkehren. "Das hat ihm sehr gut getan", sagte Köllner: "Er ist für uns nach wie vor ein wichtiger Spieler." Offen ist, ob er mit Eduard Löwen auf Kreativität oder mit Alexander Fuchs auf Laufstärke setzt. 

Stefan Jablonka

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