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Der Club und "Quälix": Was läuft da mit Felix Magath?

Der 65-Jährige könne sich die Aufgabe durchaus vorstellen - 18.02.2019 05:50 Uhr

Zurück zum FCN? Felix Magath könnte sich das bei einem Anruf aus Nürnberg durchaus vorstellen. © dpa


Hunderte von E-Mails sind in den letzten Tagen beim 1. FCN eingegangen von Menschen, die sich um den Job bewerben oder zu wissen glauben, wer der richtige Mann wäre, um den stark abstiegsbedrohten Club wieder auf Kurs zu bringen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Grethlein hat in der zurückliegenden Woche zudem zahllose Whatsapp-Nachrichten gelesen und Telefonate geführt.

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Michael Köllner folgt ein Kölner nach - zumindest einer, der die Geißbock-Jugend ziemlich erfolgreich machte. Und dennoch ist Boris Schommers - viel Glück an dieser Stelle - als Chefcoach wohl nur eine Übergangslösung. Wir haben - nein, unsere User haben - nach weiteren Optionen Ausschau gehalten. Und hier kommt das dezimalstellengeschwängerte Ergebnis!


Nach Abstimmung mit seinen Mitstreitern im Gremium sollen nun die ersten intensiven Gespräche mit ein paar ernsthaften Anwärtern folgen, denen man zutraut, die Nachfolge des am Montag beurlaubten Andreas Bornemann anzutreten. Der Aufsichtsrat bleibt bei seiner Strategie, erst einmal einen neuen Sportvorstand zu installieren, der dann einen neuen Trainer suchen soll.

 

Magath traut sich Club zu

Einer, der beide Jobs auch schon in Personalunion erledigt hat und sofort verfügbar wäre, ist Felix Magath. Der 65-Jährige ist seit gut einem Jahr ohne Job. Sein letzter Arbeitgeber Shandong Luneng verlängerte im Dezember 2017 den Vertrag nicht, obwohl Magath den Verein zunächst vor dem Abstieg gerettet und dann auf Platz sechs der chinesischen Super League geführt hatte.

Zutrauen würde sich Magath die Herkulesaufgabe, auch den Club vor dem Abstieg zu bewahren, allemal. Im Gespräch mit der NZ stellte er am Sonntag klar, dass ihn der 1. FC Nürnberg bislang nicht kontaktiert habe. Sollte das geschehen, "könnte ich sicherlich darüber nachdenken, dort Verantwortung zu übernehmen", so Magath weiter. Er macht kein Hehl daraus, dass er eine neue Aufgabe sucht, "bei der ich meine Erfahrung einbringen kann".

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Andreas Bornemann ist raus. Seinen Schlussstrich beim FCN hätte der Südbadener vermeiden können. Hätte, ja hätte er sein Schicksal nicht mit dem von Michael Köllner verquickt. Vergangenheit war gestern, jetzt braucht der Club einen neuen Sporvorstand. Wir haben uns umgehört. Und sie haben abgestimmt. Hier kommen die Ergebnisse.


Erfahrung besitzt der Club-Aufstiegstrainer von 1998 zur Genüge. In der Saison 1999/2000 hat er Eintracht Frankfurt aus schier aussichtsloser Position vor dem Abstieg gerettet, den VfB Stuttgart danach aus dem Tabellenkeller zur Vizemeisterschaft geführt. Mit dem FC Bayern München gewann er zweimal das Double, mit dem VfL Wolfsburg ist er sensationell und mit Schalke 04 beinahe Meister geworden.

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Seit Gründung der Bundesliga ist der 1. FC Nürnberg durch bewegte Zeiten gegangen. Zahlreichen Abstiegen steht eine Meisterschaft und der Gewinn des DFB-Pokals entgegen. An der Seitenlinie: Wechselnde Besetzung. Wir haben die Trainer in Bildern.


"Ich gehöre zwar zu den alten Modellen der Liga, sehe mich aber jederzeit in der Lage, einem Verein in Not zu helfen", beteuert Magath, der in München lebt und ob der Nähe zu Nürnberg häufig als Tribünengast Club-Spiele verfolgt. "Die Situation in der Liga ist weiterhin so, dass man nicht aufgeben muss. Der Club hat nur drei Punkte Rückstand zum Relegationsplatz", macht Magath seinem Ex-Verein Mut.

FCN: Das sind weitere Kandidaten

Selbst ins Gespräch gebracht hat sich beim Club Andries Jonker – als Trainer. "Ich weiß, was in so einer Phase zu tun ist und bin fest davon überzeugt, es auch mit dem Club schaffen zu können", sagte der 56-jährige Niederländer der Bild-Zeitung. Jonker, der auch schon dem Trainerstab des FC Bayern angehört hat, arbeitete in der Saison 2012/13 als Co-Trainer unter Magath. Als mögliche neuen Sportvorstände werden im Umfeld des 1. FCN weiterhin Olaf Rebbe, Per Nilsson und Stan Valckx gehandelt; neuerdings auch Christian Möckel, der unter Martin Bader beim Club als Chefscout fungiert hatte.  

Harald Büttner E-Mail

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