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Ex-Kleeblatt-Coach Ludwig Preis stirbt mit 45 Jahren

Niederbayer betreute die SpVgg Greuther Fürth in drei Bundesliga-Partien - 27.05.2017 22:30 Uhr

Der ehemalige Kleeblatt-Trainer Ludwig Preis starb nach schwerer Krankheit im Alter von nur 45 Jahren. © Sportfoto Zink


"Ich lasse viele Freunde zurück", sagte Ludwig Preis, als er im Dezember 2012 schweren Herzens den SC Eltersdorf verließ. Einen Verein, der für ihn mehr war als nur ein Arbeitgeber, das betonte er immer wieder. "Erst einmal fallen lassen" wollte er sich damals, durchschnaufen. Lange dauerte es nicht, bis er sich eine neue Herausforderung suchte und es so sogar in die Bundesliga schaffte.

Nun ist Ludwig Preis tot. Er wurde nur 45 Jahre alt. Nach NZ-Informationen starb er wohl an den Folgen einer längeren Krankheit. Wie die Passauer Neue Presse berichtet, kämpfte Preis in den letzten Jahren mit seinem Schicksal.

"Wiggerl", wie sie den ehemaligen Mittelfeldspieler in seiner niederbayerischen Heimat nannten, war als Spieler unter anderem für den FC Passau, die SpVgg Bayreuth, Jahn Forchheim und den TSV Vestenbergsgreuth aktiv, ehe er eine erfolgreiche Trainerkarriere startete. Mit dem SC Eltersdorf feierte Preis in der Saison 2010/11 überraschend die Meisterschaft in der Landesliga Mitte und den damit verbundenen Aufstieg in die Bayernliga.

Dabei übernahm der Niederbayer den SCE erst im Laufe der Vorrunde von Andy Speer, als der Sportclub im Tabellenkeller feststeckte. Zuvor trat Preis als Trainer des Bezirksoberligisten Baiersdorfer SV nach nur wenigen Wochen zurück. Drei Jahre lang war er als Coach des TSV Neustadt/Aisch tätig, erste Trainererfahrungen sammelte er als Co-Trainer beim SC Feucht.

Zwei Wochen nach seinem emotionalen Abschied aus Eltersdorf mitten in der Spielzeit 2012/13 übernahm Preis die zweite Mannschaft der Spielvereinigung Greuther Fürth. Nachdem Fürth sich von Mike Büskens trennte, leitete er interimsmäßig die Bundesliga-Mannschaft des Kleeblatts.

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In drei Spielen unter Preis sammelte das Kleeblatt zwei Punkte. Dann gab der gebürtige Passauer das Zepter an Frank Kramer ab, auch, weil er keine Fußballlehrer-Lizenz hatte. Bis zum Ende der Saison war er Co-Trainer neben Kramer. Danach kehrte er zur zweiten Mannschaft der SpVgg zurück. Im Sommer 2014 legte er dieses Amt jedoch nieder. Seitdem wurde es still um ihn.

Ludwig Preis hinterlässt eine Frau und zwei Töchter. 

ama, U.D., sh

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