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Kommentar: Der 1. FC Nürnberg steht am Abgrund

Lage beim Altmeister spitzt sich auf und neben dem Platz zu - 25.08.2015 12:08 Uhr

Schon etwas älter, aber aktueller denn je: Frustierte Fans mit einem "Ich hab an Alptraum"-Plakat. (Archivbild)

Schon etwas älter, aber aktueller denn je: Frustierte Fans mit einem "Ich hab an Alptraum"-Plakat. (Archivbild) © Roland Fengler


Seit dem sportlichen Abstieg vor 15 Monaten zerbröselt das Fundament des Vereins. Finanzielle Sorgen werden energisch dementiert, mit der Versilberung des Toptalents jedoch konterkariert. Die Informationspolitik des Clubs gleicht einer Verschleierungstaktik, das Image leidet.

Den Finanzvorstand schickt man über Nacht in die Wüste. Vom gescheiterten Sportvorstand trennt man sich viel zu spät und erst nach einer zweimonatigen Übergangszeit. Bis dahin darf der dann natürlich in beiderseitigem Einvernehmen verabschiedete Martin Bader weiterhin in bester Gutsherrenart über das Wohl und Wehe des Vereins und vermutlich noch über seinen Nachfolger entscheiden.

Flankiert wird er dabei von einem Aufsichtsratsvorsitzenden, der zum nibelungentreuen Steigbügelhalter verkommt, statt den erhofften Visionär zu geben, den der Verein in einer seiner schwersten Krisen braucht. Und Trainer René Weiler schiebt man einen qualitativ nur unzureichend zusammengestellten Kader unter die begabten Fittiche, entreißt ihm dann auch noch das juvenile Prunkstück des Vereins und hebt die Trauben so in unerschwingliche Höhen.

Die Chance auf den erforderlichen Neuanfang verstreicht. Der Verein gehört jetzt endlich auf links gedreht. Andernfalls wird es nur ein langer, qualvoller Untergang. 

Stefan Jablonka

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