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Match-Statistik: Der FCN furios wie (fast) nie

6:2 nach 0:2 - der Club mit einem Spiel für die Geschichtsbücher - 24.04.2016 18:06 Uhr

Zusammenhalt und unbändiger Wille: Mit diesen Kerntugenden schaffte der FCN ein unglaubliches Comeback gegen Union. © Sportfoto Zink / DaMa


Mancher Clubfan wird sich auch am Tag danach noch verwundert die Augen reiben: Zur Halbzeit mit 0:2 hinten, am Ende 6:2 gewonnen. "Jeder, der heute nicht hier war, hat was verpasst", fasste Sebastian Kerk den Samstagnachmittag zusammen.

Dabei verschlief der FCN die Anfangsphase, lag nach 23 Minuten bereits mit 0:2 hinten - und drehte plötzlich wie von der Tarantel gestochen auf. Schon zur Pause hätte es mindestens 1:2 stehen können wenn nicht gar müssen - Füllkrugs Treffer aber zählte nicht, weil der Schiedsrichter Martin Thomsen ein Foul des Angreifers an Puncec gesehen haben wollte. Eine recht exklusive Meinung, die der Unparteiische da hatte.

Doch auch davon ließ sich der FCN nicht entmutigen, die Gäste aus Berlin wurden auch nach Wiederbeginn richtiggehend hinten eingeschnürt und überrannt. Nach 60 Minuten hieß es 2:2, nach 90 6:2. Dem Club gelang plötzlich einfach alles, den Berlinern rein gar nichts mehr.

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Rrrrums! Mit einem beeindruckenden 6:2-Heimsieg gegen Union Berlin hat sich der 1. FC Nürnberg am Samstag eindrucksvoll im Saisonendspurt zurückgemeldet. Als der Club aus einem 0:2 eine Führung machte, bebte das Stadion wie selten zuvor. Ein Festtag, ein Wahnsinnspiel, eine unglaubliche Mannschaft! Die Bilder zum Fußball-Spektakel.


"Dass der Ball dann in der zweiten Hälfte sechsmal reingeht, das ist einfach nur geil", schwärmte Kerk. Coach René Weiler gab zu, dass der eigentlich klare Rückstand zur Pause seine Mannen keineswegs entmutigte: "Ich hatte schon ein gutes Gefühl, in der Halbzeit war der Glaube an uns ganz sicher da. Wir wollten am liebsten gleich weiterspielen."

Weiterspielen? Eher weiterstürmen: 27 Flanken und 26 Torschüsse feuerten Füllkrug und Co. ab, der ehemalige Bremer knipste alleine dreimal. Da nützte den Gästen auch ein leichtes Mehr an Ballbesitz (51 Prozent) nichts, der Club spielte sich in einen Rausch und war schlicht williger, gieriger, entschlossener.

"Ich glaube, das größte Kompliment muss man der Mannschaft machen", schwärmte Weiler hernach von seinem Team: "Man hat heute auch wieder gesehen: Die Mannschaft ist stimmig, sie unterstützt einander und sie gibt gerade in schwierigen Situationen einfach nicht auf. Es war einfach beeindruckend und schön."

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Das war ein hartes Stück Arbeit - und der erneute Beweis, welch unfassbarer Teamgeist in dieser Mannschaft steckt. Aus einem zwischenzeitlichen 0:2 machte der 1. FC Nürnberg gegen den 1. FC Union Berlin noch ein 6:2. Unsere User geben vor allem der Offensive gute Noten, während sich der Club-Torwart mit weniger begnügen muss.


Schön aus Sicht des FCN ist auch, dass der Relegationsrang praktisch eingetütet wurde, neun Punkte und 21 Tore ist Nürnberg besser als St. Pauli; selbst wenn der direkte Vergleich am vorletzten Spieltag verloren wird, dürfte dieser Vorsprung wohl kaum mehr verspielt werden.

Sechs Tore in einer Hälfte also - "für mich ist das etwas vollkommen Neues", sagte Weiler erstaunt. Für den FCN hingegen nicht: So beeindruckend der Auftritt und Torflut im zweiten Durchgang waren, sechs Tore binnen 45 Minuten glückten dem Club nicht zum ersten Mal: 1975 erzielte der FCN beim Zweitligaspiel in Mainz bei einem 7:3-Erfolg ebenfalls sechs Treffer in einer Hälfte.

Allzu viele FCN-Anhänger werden sich an diesen Tag wohl nicht mehr erinnern - der 23. April 2016 wird vielen dafür umso länger in Erinnerung bleiben.

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Was war das für ein Spiel! Troz eines 0:2-Rückstandes zur Halbzeit, kämpfte sich der 1. FC Nürnberg zu einem spektakulären Erdrutschsieg. Kein Wunder, dass die Fäns trotz des Regenwetters aus dem Häuschen waren.


 

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