Mittwoch, 19.12.2018

|

zum Thema

Mintal träumt von torreichem Ausstand

Club-Idol freut sich auf sein Abschiedsspiel gegen Dortmund - 20.07.2012 07:00 Uhr

Vorbildliche Vorbereitung: Gestern Nachmittag trainierte Marek Mintal (r.) mit dem Profikader. © Sportfoto Zink


Weil für ihn aber immerhin am Samstag (16Uhr) extra ein Fußballspiel gegen den deutschen Meister und Pokalsieger ausgetragen wird und rund 30000 Fans dabei sein wollen, betrieb Mintal gestern brav ein wenig Öffentlichkeitsarbeit. „Es ist für mich eine große Ehre. Dass so viele Zuschauer kommen, ist ein fantastisches Gefühl“, schwärmte er und bedankte sich für dieses nicht alltägliche Zeichen höchster Wertschätzung durch den 1.FC Nürnberg.

Erst einem Profi in der Club-Historie war die Ehre eines offiziellen Abschiedsspiels zuteil geworden: Am 15.Juni 2001 bat Torwart-Idol Andreas Köpke im Nürnberger Stadion vor 40000 Zuschauern eine prominent besetzte Auswahl um ehemalige DFB-Stars wie Jürgen Klinsmann, Rudi Völler und Karl-Heinz Riedle zum freundschaftlichen Duell mit dem 1.FCN.

Härtetest statt Klamauk-Kick

Im Gegensatz zu damals soll Mintals Goodbye-Kick aber keine reine Gaudi-Veranstaltung werden. Immerhin steigt die Party unter Mitwirkung des souveränen Double-Gewinners Borussia Dortmund und ist somit „auch ein ernster Test, bei dem es nicht nur um Spaß und Klamauk geht“, wie Trainer Dieter Hecking vorsorglich anmerkte.

Bilderstrecke zum Thema

Mintal und der Club - Eine Nürnberger Liebesgeschichte

Marek Mintal hat die Herzen der FCN-Anhängerschaft rasant und nachhaltig erobert. Wenige haben es in der wechselhaften Vereinsgeschichte geschafft, wie er Aufnahme in den Heroen-Kreis um Max Morlock zu finden. Mittlerweile gibt Marek seine fußballerischen und menschlichen Fähigkeiten an junge Spieler weiter.


Allerdings hofft der Coach, dass seine Bundesliga-Elf ihren Gastspieler angemessen in Szene setzt und Mintal zum Abschied noch einmal seine legendären Torjäger-Qualitäten demonstrieren kann.

Körperlich jedenfalls sei der 34-Jährige, der bereits am 18.Juni bei der „U23“ das Training für die Regionalliga-Saison aufgenommen hat, topfit, betonte Hecking, „da wird es sicherlich keine Probleme geben.“ Mintal freut sich auf sein finales Duell mit dem „besten deutschen Verein der letzten beiden Jahre“. Und in bekannt schelmischer Art fügte er an: „Ich bin selbst gespannt, wie viele Tore ich schießen darf...“

 

Aber nicht nur auf dem Rasen wird Mintal morgen im Mittelpunkt stehen, auch vor und nach der Partie muss das „Phantom“ viele Hände schütteln. Der Samstag beschert dem beliebten Fußballer ein Wiedersehen mit etlichen langjährigen Weggefährten. Ihr Kommen zugesagt haben unter anderen die einstigen Mitspieler Martin Driller, Tomas Galasek, Dominic Maroh, Lars Müller, Sven Müller, Marcel Risse, Samuel Slovak, Frank Wiblishauser und Andreas Wolf, diverse Kollegen aus der slowakischen Nationalmannschaft sowie Mintals Ex-Trainer Hans Meyer, Michael Oenning und Wolfgang Wolf. „Ich bin allen, die mir in meiner Karriere geholfen haben, sehr dankbar“, sagte Mintal. Die tiefe Dankbarkeit der Club-Fans wird er morgen zu spüren bekommen.

PSD Bank wird neuer Exklusivpartner

Die Pressekonferenz mit Mintal nutzte der Club, um einen neuen Exklusivpartner in seinem Sponsorenpool zu präsentieren. Die PSD Bank, eine seit 75 Jahren in Nürnberg ansässige Genossenschaftsbank mit 120000 Kunden, wird sich vorerst drei Jahre lang beim Bundesligisten engagieren. Auch bei der kniffligen Suche nach einem neuen Hauptsponsor ist Vermarkter Sportfive zuversichtlich, in den nächsten Wochen einen geeigneten Werbepartner vorstellen zu können.

Bilderstrecke zum Thema

Fit für den Abschied: Mintal trainiert mit den Club-Profis

Marek Mintal nimmt am Samstag Abschied von der großen Fußballbühne. Um bei seinem letzten Auftritt vor großer Kulisse gegen Borussia Dortmund eine gute Figur zu machen, hat das "Phantom" am Donnerstag mit der Profimannschaft des FCN trainiert.



  

Uli Digmayer

13

13 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Sport