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Schöpf soll bleiben: Schalke blitzt mit Millionen-Offerte ab

FCN weist erstes Angebot für seine hochbegabte Offensivkraft zurück - 03.01.2016 15:21 Uhr

Alessandro Schöpf soll nach Möglichkeit für den 1. FC Nürnberg auch nach der Winterpause noch wertvoll sein.

Alessandro Schöpf soll nach Möglichkeit für den 1. FC Nürnberg auch nach der Winterpause noch wertvoll sein. © Sportfoto Zink


"Schalke hat sein Interesse an Alessandro Schöpf in Form eines Angebots hinterlegt", erklärte Andreas Bornemann der Nürnberger Zeitung am Sonntag. Und sorgte mit diesen zwölf Worten für nervöse Unruhe bei den Anhängern des fränkischen Altmeisters. Doch schon im nächsten Satz gab's vom Club-Chef in sportlichen Belangen die Beruhigungspille - eine mit (zumindest) vorübergehender Wirksamkeit. Man habe das königsblaue Angebot - die Bild berichtet von einer Fünf-Millionen-Offerte - "zunächst einmal abgelehnt. Und zwar mit dem Hinweis, dass wir eigentlich auch gerne die Saison erfolgreich zu Ende spielen wollen".

Aufstiegsreife Leistungen

Der Aufstieg ist für den auf Platz drei notierten Erfolgsclub wieder ein Thema, auch wenn man das am Neuen Zabo noch nicht offen sagen möchte. Schöpf hat die Fähigkeiten, den FCN zurück in die Erstklassigkeit zu hieven. Dies hat der Tiroler, den Pep Guardiola beim FC Bayern einst mit Thiago Alcantara verglich, beim Club auch in dieser Saison bereits bewiesen. Sechs Treffer - darunter ein Traumtor in Berlin, bei dem er Zielstrebigkeit und herausragende technische Qualität zum zwischenzeitlichen 2:3 paarte - hat Schöpf in der momentan pausierenden Runde bislang markiert. Drei Torvorbereitungen hübschen den Arbeitsnachweis des Edeltechnikers zusätzlich auf.

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Mit entsprechenden Leistungen - auch für Österrreichs U21 - hat sich Schöpf ins Schaufenster gestellt. Wenig verwunderlich also, dass in der jüngeren Vergangenheit über das Interesse zahlreicher Erstligisten berichtet wurde. Hannover 96, der VfB Stuttgart und auch der Hamburger SV sollen demnach auf Schöpf schielen oder geschielt haben. "Natürlich will ich irgendwann in die Bundesliga", hatte der öffentlich so Umgarnte im NN-Interview dazu vor dem Jahreswechsel gesagt. Und zwischen den Zeilen zu verstehen gegeben, dass er am liebsten mit dem FCN aufsteigen würde. Dass das auch sein Arbeitgeber will, deutet auch Bornemann an. Man habe "das Angebot in nicht unwesentlicher Höhe" auch deswegen abgelehnt, um zu signalisieren, dass "wir die Leistungsträger ganz gerne zusammenhalten wollen".

Dass der Club mit der Elf in die Restsaison startet, die vor Weihnachten im Liga-Betrieb fünfmal in Serie siegreich war, ist Stand jetzt durchaus möglich. Trotz klammer Kassen sei aus wirtschaftlicher Sicht kein Transfer notwendig, hatten die Verantwortlichen am Valznerweiher zuletzt ein ums andere Mal betont. Ob Schöpf gehalten werden kann, muss dennoch abgewartet werden. "Man sollte nie nie sagen", erklärte Bornemann mit dem Hinweis darauf, dass möglicherweise ein noch besseres Angebot ins Haus flattert und man abwarten müsse, ob nicht auch "der Spieler andere Ideen entwickelt".

Bei Guido Burgstaller, einem weiteren Hauptdarsteller beim zuletzt so regelmäßig punktenden Club, droht diese Gefahr wohl nicht. Ein Abgang des Kärtners sei laut Bornemann unwahrscheinlich, zumal Hinweise darauf "nie über das Spekulationsstadium hinausgegangen" seien und sich “Burgi klar positioniert hat“. Für andere Wechselkandidaten gäbe es "lose Anfragen". Man müsse "abwarten, ob sich da etwas konkretisiert", ergänzte Nürnbergs Sportvorstand.

Nichts Konkretes erwartet Bornemann aktuell eigentlich mit Blick auf Dortmunds Ilkay Gündogan, bei dessen Verkauf dem Club angesichts einer entsprechenden Beteiligung ein warmer Geldregen winken würde. Der Sportvorstand glaubt nicht an einen Transfer im Winter. Dagegen hätte er freilich nichts. "Das würde der Gesamtsituation nicht schaden." 

apö / U.D.

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