Mittwoch, 14.11.2018

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Exportidee: Obamas Hund aus Coburg

Oberfränkische Firma produziert Plüsch-Vierbeiner - 24.04.2009

Mit dem "First Dog" will Geschäftsführer Martin Hermann besonders in den USA Käufer finden. © dpa


Knopfaugen, Schlappohren, weiße Vorderpfoten und ein süßes schwarzes Schwänzchen: Der Plüsch-Wasserhund aus dem Hause Hermann-Spielwaren soll die Konsumentenherzen höher schlagen lassen. Der 28 Zentimeter große Vierbeiner aus Mohair-Plüsch hat das Zeug zum Verkaufsschlager des Jahres, glaubt Martin Hermann, Geschäftsführer des oberfränkischen Familienbetriebs.

Papst Benedikt und Washington

Hermann-Spielwaren ist spezialisiert auf bekannte Persönlichkeiten in Plüschtierform. Papst Benedikt ist im Sortiment genauso zu finden wie Christopher Columbus oder Theodore Roosevelt und George Washington. Präsidententeddy Obama - seit vergangenem Jahr im Angebot - ist bislang jedoch der einzige Plüsch-Prominente, der zusätzlich noch einen Plüsch-Begleiter auf vier Pfoten erhält.

Bereits im Februar hat sich Hermann die Marke «First Dog« beim Europäischen Patentamt gesichert - noch ohne zu wissen, für welchen tierischen Hausgefährten sich die amerikanische Präsidentenfamilie entscheiden wird. Nach der Wahl organisierte sich Hermann Bilder der seltenen Hundespezies, um den Wasserhund in Plüschvariante möglichst originalgetreu produzieren zu können.

Produktion in der Heimat

Das passiert bei Hermann-Spielwaren ausschließlich in Coburg, betont der Geschäftsführer. 25 Mitarbeiter sind in der Produktion beschäftigt, drei weitere in der Verwaltung. Angaben zu Umsatz und Gewinn macht das in dritter Generation geführte Familienunternehmen nicht.

Zwischen 8000 und 10000 Plüschtiere und Teddys verlassen jährlich das Werk. Die meisten gehen ins Ausland. Der Exportanteil liegt bei rund 70 Prozent. Größter Markt jenseits der Grenzen ist laut Hermann Großbritannien.

Abnehmer in USA

Das größte Wachstum verbucht das Traditionsunternehmen derzeit allerdings in China. Mittlerweile gehen zehn Prozent der Exporte ins Reich der Mitte. Die 365 Exemplare des «First Dog« allerdings werden ihre Abnehmer vor allem in den USA finden, schätzt Hermann. 

Markus Hack

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