Donnerstag, 15.11.2018

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Zu Gast in der Israelitischen Kultusgemeinde

«Lang erwarteter» Besuch aus München - 24.01.2009

Arno Hamburger (rechts) zeigt Joachim Herrmann das Modell der 1938 zerstörten Nürnberger Hauptsynagoge. © Hippel


Gegenstand des Gesprächs waren laut Herrmann aber auch antisemitische Entwicklungen und die rechtsextreme Gewalt in der Region. Der Innenminister erklärte, dass das Treffen in Nürnberg bewusst in einer Situation erfolge, in der die Kritik am Krieg in Gaza häufig zu antisemitischen Anfeindungen gegenüber Juden führe, so dass sich viele hier mittlerweile bedroht fühlten.

Entwicklung des Rechtsextremismus besser verstehen

Der Besuch soll nicht zuletzt zeigen, dass die Gewährleistung der Sicherheit der jüdischen Bürger hohe Priorität genießt. «Seine detailreichen Kenntnisse als Zeitzeuge des nationalsozialistischen Unrechtsregimes helfen, manche aktuelle regionale Entwicklung im Bereich des Rechtsextremismus besser zu verstehen», sagt Joachim Herrmann über seinen Gesprächspartner, der sich zufrieden über den «lange erwarteten Antrittsbesuch» des Innenministers zeigte.

Auch Joachim Herrmann, der in Erlangen lebt, äußerte, dass es für ihn «höchste Zeit gewesen» sei, die Nürnberger Gemeinde zu besuchen: «Ich schätze Herrn Hamburger und seine unermüdliche Aufbauarbeit für die Wiederbelebung des jüdischen Gemeindelebens in Nürnberg und Mittelfranken sehr.» 

alt

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