Abschied aus Fürth

Vertrag wird nicht verlängert: Mavraj verlässt das Kleeblatt

30.5.2021, 16:39 Uhr
Schon länger nicht mehr in Fürth, jetzt auch offiziell verabschiedet: Mergim Mavrajs Vertrag beim Kleeblatt läuft aus und wird nicht verlängert.

Schon länger nicht mehr in Fürth, jetzt auch offiziell verabschiedet: Mergim Mavrajs Vertrag beim Kleeblatt läuft aus und wird nicht verlängert. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink, NN

Als bei den Aufstiegsfeierlichkeiten plötzlich alle mitjubelten, zum Beispiel auch der zuletzt erkrankte Robin Kehr, hatte man es sich schon gedacht. Mergim Mavraj nämlich fehlte am finalen Spieltag der Saison 2020/21 nicht nur im Kader, sondern auch bei der Party nach dem 3:2-Sieg über Fortuna Düsseldorf. Er fehlte auch noch, als sich das Team der SpVgg Greuther Fürth am Tag danach ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte. Er sei "persönlich verhindert" gewesen, sagt Rachid Azzouzi auf Nachfrage. Der Geschäftsführer Sport betont aber, man sei "im Guten auseinander gegangen".

Schon beim ersten Aufstieg dabei

Ein wichtiger Teil der Aufstiegsmannschaft war Mergim Mavraj auch diesmal - zum zweiten Mal. Er ist der einzige Spieler, der mit dem Kleeblatt als Aktiver zweimal in die Bundesliga aufgestiegen ist. 2011/12 war er als junger Innenverteidiger dabei, in der abgelaufenen Spielzeit leitete er als Routinier seine Nachfolger im Abwehrzentrum an. In der Rückrunde aber stand Mavraj immer seltener auf dem Platz, was auch an seinem Gesundheitszustand lag. Zuerst zwickte der Oberschenkel, seit Mitte April verhinderten muskuläre Probleme einen Einsatz. Am 29. Spieltag war er zum letzten Mal im Kader.

Es überrascht daher nicht, dass der Verein am Sonntag bekannt gab, den auslaufenden Vertrag mit dem Abwehr-Routinier nicht zu verlängern. Mergim Mavraj wird die Spielvereinigung verlassen - und diesmal wohl nicht zurückkehren. Darauf, so teilt es der Verein mit, hätten sich beide Seiten verständigt. "Mergim ist jetzt zweimal mit uns aufgestiegen und hat einen wesentlichen Anteil daran, wie sich unsere Mannschaft in den letzten zwei Jahren entwickelt hat", sagt Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi. Zuletzt aber war es "unbefriedigend", auch für den Innenverteidiger sei es "eine Enttäuschung gewesen, dass er am Ende nicht mithelfen konnte".

Abschied mit dem" größtmöglichen Erfolg, dem Aufstieg"

"Ich denke, wir hatten insgesamt sehr viele erfolgreiche Jahre und dafür bin ich sehr dankbar. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft für die Zukunft alles Gute und freue mich, dass ich mich mit dem größtmöglichen Erfolg, dem Aufstieg, verabschieden kann. Jetzt freue ich mich auf eine neue Herausforderung", lässt Mergim Mavraj ausrichten. Über seine Social-Media-Kanäle teilte der 34-Jährige zuletzt immer wieder Inhalte aus seiner Heimat, Mavraj hält sich in Albanien auf.

Zur Spielvereinigung kam er erstmals im Januar 2011, damals vom VfL Bochum. 2014 verließ Mavraj das Kleeblatt und schloss sich dem 1. FC Köln an, ehe er nach Stationen beim Hamburger SV und dem FC Ingolstadt im Sommer 2019 erneut bei den Weiß-Grünen unterschrieb. Insgesamt hat er für Fürth 157 Pflichtspiele absolviert. In der abgelaufenen Runde waren es 19.

Eine viel kürzere Zeit hat Marijan Cavar bei der Spielvereinigung verbracht. Im Januar war er von Eintracht Frankfurt nach Fürth gewechselt, überzeugen aber konnte er nicht. Nur einmal kam der 23-Jährige zum Einsatz. "Wir haben von unserer Verlängerungsoption keinen Gebraucht gemacht", sagt Rachid Azzouzi. "Wir glauben, dass seine Einsatzchancen in der kommenden Saison nicht wirklich steigen würden." Bei der Aufstiegsfeier war Cavar trotzdem dabei. Ebenso wie die vielen anderen Helden der Saison. Mit einigen ist die Spielvereinigung noch in Vertragsverhandlungen. Bei einem, Havard Nielsen, sieht es gut aus. Für ihn wird es wohl so bald keine Abschiedsworte geben.

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