Barkeeper, ein Cocktail mit Kirschner bitte!

21.5.2014, 19:44 Uhr

© Michael Matejka

Zugegeben, ich bin dort öfter. Zum einen, weil ich es nicht weit habe und zum anderen, weil ich die Bar mag und der Inhaber ein Freund von mir ist. Wir beide haben den Nürnberger Whiskyclub gegründet.

Für den oder die, die das Gelbe Haus nicht kennen: Es gehört zu den Betrieben, die über die Grenzen der Noris hinaus bundesweit bekannt sind. Inhaber Oliver Kirschner ist in der deutschen Bar-Szene gut vernetzt. Das ist nicht nur für seine Wirtschaft von Vorteil, sondern auch für die Stadt Nürnberg, der ja gern ein Schlafmützen-Image anhaftet – zumindest, was das Nachtleben anbelangt.

Im Sommer kann man gemütlich außen sitzen, von der Fürther Straße durch eine grüne Insel abgeschirmt. Innen ist das „Gelbe“ in einen linken Raum mit der Bar und einen rechten nur mit Tischen unterteilt. Der echte Cocktailtrinker geht im Übrigen IMMER an die Bar, am besten dahin, wo der Barkeeper seine Mixstation hat, und er geht in den Randzeiten, also früh oder sehr spät oder an den ruhigen Tagen. Denn Freitag und Samstag kommt eher „das Land“.

Doch zurück zum Gelben Haus. Man mag mir gerne Subjektivität unterstellen, weil ich alle Angestellten kenne, da häufiger bin und der Boss ein Freund ist. Aber ich bin der schlimmste Gast, den man sich vorstellen kann, habe dank Einblick und geschultem Auge immer die Finger in der Wunde. Und klar, die gibt es auch hier.

So dauert es schon mal etwas, wenn nur der Barkeeper da ist und plötzlich eine Menge durstiger Staatsanwälte auftaucht; so ein Cocktail benötigt auch ein wenig länger in der Zubereitung als das Öffnen einer Flasche Bier. Wenn eine Bar 25 Jahre auf hohem Niveau überlebt, dann kann einfach nicht alles schlecht sein, wie es von manchem Neider behauptet wird.

Das Lokal wurde 1989 sehr zeitlos, aber schön eingerichtet, vieles ist noch unverändert so, wenn auch das eine oder andere dazu- oder auch weggekommen ist. Hier gibt und gab es immer gute Cocktails, eine sehr ordentliche Auswahl an Spirituosen, sogar gutes Bier und was zu essen.

Oliver Kirschner hat sich ein Dreitagesfest genehmigt, mit einem anderen Motto für jeden Tag: Freitag ist „Gin“, Samstag „Drinks“ und am Sonntag „Whisky“.  Vor dem Lokal wird ein Zelt stehen, so dass es auch draußen etwas länger gehen wird.

Mehr Informationen über das Gelbe Haus in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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