"EspressoLab": Im alten Malzlager Cappuccino trinken

Katja Jäkel
Katja Jäkel

Redaktion Genuss & Leben/Aufgetischt

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12.11.2018, 06:00 Uhr

© Michael Matejka

Das "EspressoLab" hat sich für sein Café samt Rösterei sehr schöne Räume ausgesucht: Das frühere Malzlager der Tucher Bräu in der Schillerstraße in der Nordstadt. Der neue Pächter heißt Özgür Cam und ist mit großer Leidenschaft Nürnberger. Sein Handwerk hat er in der Türkei gelernt, war viele Jahre lang in Sachen Kaffee in der ganzen Welt unterwegs und hat so einige Coffeeshops für die österreichische Kette "Coffeeshop Company" ins Leben gerufen.

Jetzt also Nürnberg. Oder ist man doch in der Hamburger Speicherstadt?! Die meisten Gäste stehen erst einmal sprachlos in dem neuen Café. Das "EspressoLab" ist ein riesiger Ort im Industrie-Chic zum Wohlfühlen. Viel (altes) Holz dominiert den Raum, im Mittelpunkt steht die Bar mit ihren blitzenden Maschinen zwischen alten, dunkelrot gestrichenen Eisensäulen. Entlang der alten Backsteinmauer-Wände sitzt man auf langen Bänken und schönen Stühlen.

Durch eine Fensterwand getrennt sieht man die Rösttrommeln, die Säcke mit Kaffeebohnen und  Tische, an denen künftig Seminare und Verkostungen statt finden sollen. "Wir haben den Putz von den Wänden geschlagen, die Original-Holzböden aufbereitet", erzählt Özgür Cam, der ein "Wohnzimmer für die ganze Familie" schaffen will. Und der sein "Espressolab" (bis auf den Kaffee) total regional halten möchte.

Bis zu zwölf Kuchen, darunter auch mal ein veganer Matcha-Kirsch (3,20 Euro) oder eine Torte "Sacher Art" aus einer Nürnberger Patisserie warten in der Vitrine, es gibt hausgemachte  Salate sowie Panini. Dabei soll es bleiben: "Ich sehe uns als Tagescafé mit kleinen Speisen, Alkohol schenken wir erst einmal nicht aus." Das kann sich allerdings im nächsten Sommer ändern, wenn vor dem Gebäude eine Wiese sowie Tische und Stühle locken...

Mehr Informationen über das "EspressoLab" in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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