Trips aus der Küche?

High durch Essen: Diese Lebensmittel können berauschend wirken

22.10.2021, 20:22 Uhr
Die Muskatnuss hat auch den Ruf, eine Gefängnisdroge zu sein. Malcolm X hat zum Beispiel in seiner Autobiographie die Verwendung von Muskatnuss als Droge bei Mithäftlingen im Gefängnis beschrieben. In hohen Dosen, ab etwa fünf Gramm, kann sie Halluzinationen auslösen und aufputschend wirken. Das liegt an den Wirkstoffen Elemicin und Myristicin. Von übermäßigem Konsum ist aber stark abzuraten, denn Nebenwirkungen sind unter anderem Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Vergiftung.
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Muskatnuss

Die Muskatnuss hat auch den Ruf, eine Gefängnisdroge zu sein. Malcolm X hat zum Beispiel in seiner Autobiographie die Verwendung von Muskatnuss als Droge bei Mithäftlingen im Gefängnis beschrieben. In hohen Dosen, ab etwa fünf Gramm, kann sie Halluzinationen auslösen und aufputschend wirken. Das liegt an den Wirkstoffen Elemicin und Myristicin. Von übermäßigem Konsum ist aber stark abzuraten, denn Nebenwirkungen sind unter anderem Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Vergiftung. © BDSPN via www.imago-images.de

Auch Petersilie enthält Myristicin und kann in sehr großen, nicht verzehrbaren Dosen berauschen und leicht halluzinogen wirken.
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Petersilie

Auch Petersilie enthält Myristicin und kann in sehr großen, nicht verzehrbaren Dosen berauschen und leicht halluzinogen wirken. © imago stock&people

Spätestens die Mohnfelder aus der Netflix-Hitserie "Ozark" haben wohl bei einer breiten Masse wieder den Zusammenhang zwischen der Mohnpflanze und der Droge Heroin in Erinnerung gerufen. Alle Teile des Schlafmohns enthalten Morphium und aus dem Milchsaft der Pflanze kann auch Opium gewonnen werden. Durch chemische Veränderung des Morphins kann Heroin hergestellt werden. Der Morphingehalt der Mohnsamen wird, bevor sie an die Verbraucher gelangen, überprüft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt bei mohnsamenhaltigen Lebensmitteln als "vorläufige maximale tägliche Aufnahmemenge" 6,3 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht an. Zum Vergleich: Ein Mohnbrötchen enthält etwa 2-4 Gramm Mohn.
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Mohn

Spätestens die Mohnfelder aus der Netflix-Hitserie "Ozark" haben wohl bei einer breiten Masse wieder den Zusammenhang zwischen der Mohnpflanze und der Droge Heroin in Erinnerung gerufen. Alle Teile des Schlafmohns enthalten Morphium und aus dem Milchsaft der Pflanze kann auch Opium gewonnen werden. Durch chemische Veränderung des Morphins kann Heroin hergestellt werden. Der Morphingehalt der Mohnsamen wird, bevor sie an die Verbraucher gelangen, überprüft. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt bei mohnsamenhaltigen Lebensmitteln als "vorläufige maximale tägliche Aufnahmemenge" 6,3 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht an. Zum Vergleich: Ein Mohnbrötchen enthält etwa 2-4 Gramm Mohn. © IMAGO / imagebroker

Wenn Bananen mehr braun als gelb aussehen, ist die Gärung weit fortgeschritten. In fünf überreifen Bananen steckt ähnlich viel Alkohol wie in einem kleinen Bier, also etwa 0,6 Volumenprozent.
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Überreife Banane

Wenn Bananen mehr braun als gelb aussehen, ist die Gärung weit fortgeschritten. In fünf überreifen Bananen steckt ähnlich viel Alkohol wie in einem kleinen Bier, also etwa 0,6 Volumenprozent. © imago/bonn-sequenz

Tomaten enthalten die Stimmungsaufheller Tryptamin und Serotonin. In konzentrierter Form, zum Beispiel bei Ketchup, entsteht außerdem das Halluzinogen Bufotenin, welches eine leichte Rauschwirkung hat. In Basilikum stecken Eugenol und Methyleugenol: Stoffe, die häufig als Betäubungsmittel eingesetzt werden. Für eine entsprechende Wirkung müssten allerdings etwa zehn Kilogramm Basilikum verzehrt werden.
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Tomate und Basilikum

Tomaten enthalten die Stimmungsaufheller Tryptamin und Serotonin. In konzentrierter Form, zum Beispiel bei Ketchup, entsteht außerdem das Halluzinogen Bufotenin, welches eine leichte Rauschwirkung hat. In Basilikum stecken Eugenol und Methyleugenol: Stoffe, die häufig als Betäubungsmittel eingesetzt werden. Für eine entsprechende Wirkung müssten allerdings etwa zehn Kilogramm Basilikum verzehrt werden. © Photology2000 via www.imago-images.de

Quark enthält Exorphine. Diese üben eine ähnliche Funktion aus wie Endorphine. Exorphine wirken in unserem Gehirn wie Opioide und können Schmerzen lindern. High wird man davon nicht, aber das Wohlbefinden verändert sich - die Behaglichkeit steigt.
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Quark

Quark enthält Exorphine. Diese üben eine ähnliche Funktion aus wie Endorphine. Exorphine wirken in unserem Gehirn wie Opioide und können Schmerzen lindern. High wird man davon nicht, aber das Wohlbefinden verändert sich - die Behaglichkeit steigt. © Rob Stark via www.imago-images.de

Safran gilt als eines der teuersten Gewürze der Welt. Die beiden in der violett blühende Pflanze enthaltenen Inhaltstoffe Picocrocin und Safranal verbinden sich leicht mit den in fast allen Lebensmitteln vorkommenden Aminen zu psychisch wirksamen Substanzen. Das "rote Gold" kann schmerzstillend und aphrodisierend wirken. In höherer Dosis ist es wie viele andere Gewürze giftig - bereits eine Dosis von etwa zehn Gramm kann tödlich sein.
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Safran

Safran gilt als eines der teuersten Gewürze der Welt. Die beiden in der violett blühende Pflanze enthaltenen Inhaltstoffe Picocrocin und Safranal verbinden sich leicht mit den in fast allen Lebensmitteln vorkommenden Aminen zu psychisch wirksamen Substanzen. Das "rote Gold" kann schmerzstillend und aphrodisierend wirken. In höherer Dosis ist es wie viele andere Gewürze giftig - bereits eine Dosis von etwa zehn Gramm kann tödlich sein. © Photology2000 via www.imago-images.de

Theobromin zählt zu den psychoaktiven Substanzen mit stimulierender Wirkung. Dunkle Schokolade enthält drei bis zehn Gramm pro Kilo. In Kakao stecken zudem Anandamide, die ähnlich wirken können wie THC. Für eine stimmungsaufhellende oder gar berauschende Wirkung bräuchte es allerdings etwa 300 Tafeln dunkle Schokolade.
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Schokolade

Theobromin zählt zu den psychoaktiven Substanzen mit stimulierender Wirkung. Dunkle Schokolade enthält drei bis zehn Gramm pro Kilo. In Kakao stecken zudem Anandamide, die ähnlich wirken können wie THC. Für eine stimmungsaufhellende oder gar berauschende Wirkung bräuchte es allerdings etwa 300 Tafeln dunkle Schokolade. © Antonio Gravante via www.imago-images.de

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