"Keine Lebensmittel verschwenden": Foodsharing in Nürnberg

20.2.2014, 16:48 Uhr
Im Mehrgenerationenhaus in Schweinau veranstalten Mitglieder des Foodsharing Projekts jeden dritten Mittwoch im Monat ein gemeinsames Abendessen, bei denen jeder Essen mitbringt und gekocht wird.

Im Mehrgenerationenhaus in Schweinau veranstalten Mitglieder des Foodsharing Projekts jeden dritten Mittwoch im Monat ein gemeinsames Abendessen, bei denen jeder Essen mitbringt und gekocht wird. © Jule Dressler

Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel landen im Müll. Das Foodsharing Projekt in Nürnberg möchte diese Verschwendung verhindern und Lebensmitteln wieder einen ideellen Wert geben. So soll Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit gegeben werden das Essen abzugeben, das ursprünglich weggeworfen werden sollte.

Die Idee hinter Foodsharing: "Lebensmittel sollen nicht nur Ware sein". Gemeinsames Teilen von Nahrungsmitteln, wobei kein Geld fließt, ist ein Grundgedanke des Projekts. Die Mitglieder bereiten dann Essenskörbe vor, die sie an Bürger verteilen, oder veranstalten gemeinsame Abendessen. Dort wird übriggebliebenes Essen von Supermärkten oder von den Teilnehmern selbst mitgebracht und gemeinsam ein Buffet zubereitet. Das Mehrgenerationenhaus in Schweinau veranstaltet jeden dritten Mittwoch im Monat ein solches Foodsharing-Dinner.

"Jeder ist eingeladen, um mit uns zu essen", sagt René Petsch. Er unterstützt das Projekt, indem er den Kontakt zu Produzenten oder Händlern herstellt. Die Waren werden in Zukunft auch in Regalen in Nürnberger Kulturläden verteilt und jeder kann sich dort etwas nehmen.

Auch über das Internet können Privatpersonen Essen anbieten, das ihnen nicht schmeckt oder das sie nicht mehr möchten. Findet man dort etwas, das man selber gerne mag, sagt man einfach bescheid und holt sich die Nahrungsmittel dann ab.

Die Internetseite des Projekts lautet www.foodsharing.de. Zur Facebook-Gruppe geht es hier.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken!

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