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"Tante Förster": Am Marktplatz röhrt der Hirsch

Sonja Förster will mit ihrer zweiter Kneipe an den Erfolg des Stubenhockers anknüpfen - 26.04.2016 16:00 Uhr

"Tante Förster" mit Chefin Sonja Förster bietet auch draußen Platz für ihre Gäste. Innen wurde der 80er-Jahre-Look der "Kleinen Welt" durch eine gleichermaßen rustikale wie moderne Einrichtung ersetzt.

25.04.2016 © Hans-Joachim Winckler


Sonja Förster trifft offenbar den Geschmack der Fürther. In ihrer ersten Kneipe, dem "Stubenhocker", mit dem sie vor vier Jahren am Marktplatz begonnen hat, muss sie häufig Gäste abweisen, wenn das kleine Lokal mal wieder überquillt. "Deshalb habe ich schon länger überlegt, ein zweites Geschäft zu eröffnen", sagt die Wirtin.

Anfang April hat sie sich diesen Traum erfüllt. Das Lokal trägt den Namen "Tante Förster" und bietet Platz für etwa 60 Gäste. Warum Tante? Das kann Sonja Förster selbst nicht so recht erklären. Der Name war irgendwann einfach da – und gefällt ihr eben.

Die Räume des früheren Bistros "Kleine Welt" gefielen der gebürtigen Berlinerin schon lange vor dem Leerstand. Vor allem der große Außenbereich mit 55 Plätzen hatte es ihr angetan. Vom 80er-Jahre-Look der "Kleinen Welt" ist allerdings nicht mehr viel übrig geblieben. Sonja Försters Konzept setzt auf warme Töne und viele kleine Details. Eichenholz, Baumwollvorhänge und Kupferlampen machen das Lokal gemütlich. Sogar die Simse der Rundbogenfenster sind mit kleinen Hirschen aus Holz und grünen Pflänzchen geschmückt. Die Ideen dazu hatte die 29-Jährige selbst. Die "Tante", wie die Wirtin ihr Lokal nennt, wollte sie moderner gestalten als den "Stubenhocker". Passend zum Namen Förster wurde es aber zugleich rustikal: mit Wildtiertapete, einem großen Hirschgeweih an der Wand und Speisekarten aus braunen Holzplatten.

Apropos Speisen: Das Lokal setzt auf deutsch-österreichische Küche, wozu die klassische Brotzeit gehört. Gäste können verschiedene Toppings wie Südtiroler Schinken, Obatzter oder Gehacktes aus der Standardkarte wählen (3,80 bis 5,20 Euro). Wer seine Brotzeit gerne warm mag, darf sich auf eine mit Olivenöl bestrichene Scheibe mit Hähnchenbrust und Cheddar oder mit Tomaten, Zwiebeln und Camembert freuen.

Andere warme Speisen wechseln von Tag zu Tag. Was gerade angeboten wird, kann man den Kreidetafeln an den Wänden entnehmen. Zu den Besonderheiten zählt die Wirtin die "Gezupfte Sau" – die deutsche Variante vom amerikanischen "Pulled Pork" (Schweineschulter). Im "Tante Förster" kommt die Sau mit Krautsalat, Bauernbrot und Zwiebelmarmelade (7,60 Euro). Auch ein "echtes" Wiener Schnitzel aus Kalbsfleisch (15,80 Euro) können die Gäste genießen. Für den kleinen Hunger gibt es beispielsweise Salate, Suppen oder auch Bauernbruschetta.

Bei den Getränken sticht die hausgemachte Zitronenlimonade heraus, die Sonja Förster aus dem "Stubenhocker" übernommen hat: "Die ist der absolute Renner." Für die Zukunft plant sie noch ein Frühstücksangebot fürs Wochenende.

Zufriedener könnten Betreiberin und Mitarbeiter mit dem Start nicht sein: "Bisher war der Laden immer voll", sagt Sonja Förster. Das Einzige, was ihr noch fehlt, sind genügend Servicekräfte.

Mehr Informationen über das "Tante Förster" in unserer Rubrik Essen und Trinken!

Barbara Schalk

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