Bamberg: Findet die Sandkerwa 2021 statt?

20.1.2021, 19:54 Uhr
Die Bamberger Sandstraße während der Sandkerwa 2018.

© Markus Raupach Die Bamberger Sandstraße während der Sandkerwa 2018.

Wer Bamberg und seine Einwohnerinnen und Einwohner kennt, der weiß, wie wichtig ihnen die Großveranstaltungen in der Domstadt sind. Ob Bamberg zaubert, das Blues- und Jazzfestival oder das Kontaktfestival - in normalen Zeiten hat das fränkische Rom einiges zu bieten. Umso schlimmer, dass all diese Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie 2020 ins Wasser gefallen sind.


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Leider mussten die Bambergerinnen und Bamberger auch auf ihr größtes Volksfest verzichten: die Sandkerwa. Doch Horst Feulner, neben Jürgen Wirth einer der beiden Geschäftsführer der Bamberger Sandkerwa GmbH, zeigt sich optimistisch, dass es in diesem Jahr bereits wieder klappen könnte.

Hoffnungen auf den Impfstoff

"Im Moment gehen wir davon aus, dass die Sandkerwa wie geplant vom 19. bis zum 23. August 2021 stattfinden wird", so Feulner. "Die Vorbereitungen laufen, eine finale Entscheidung soll aber erst Ende April getroffen werden."

Besteht denn nicht die Gefahr, dass das Coronavirus die Sandkerwa in ein Super-Spreading-Event verwandelt? "Es ist natürlich möglich, dass sich die Lage bis dahin nicht wirklich stabilisiert hat. Wir gehen dabei kein Risiko ein", betont Feulner. Er setzt seine Hoffnung in eine erfolgreiche Impfkampagne. "Sollte diese gut laufen und die Neuinfektionen gegen Null gehen, dann steht der Sandkerwa nichts im Weg."

Ganz oder gar nicht

Ein Hygienekonzept stuft Feulner als Illusion ein: "Wir haben weder ein begrenztes Gelände noch Kontrollmöglichkeiten." Ein Mindestabstand bei 200.000 Besucherinnen und Besuchern sei unrealistisch. "Entweder die Sandkerwa findet wie gewohnt ohne Beschränkungen statt oder gar nicht", ist sich Feulner sicher. Privilegien für Geimpfte kommen für ihn ebenfalls nicht in Frage: "Das würde in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft führen, was unverantwortlich wäre."

Durch den Ausfall der Sandkerwa im vergangenen Jahr musste die Veranstaltungsfirma einen fünfstelligen Verlust hinnehmen. Die Sandkerwa GmbH sei nach den Angaben Feulners jedoch liquide: "Sollte sich daran etwas ändern, besteht die Möglichkeit, auf den städtischen Rettungsschirm zurückzugreifen." Feulner ist allerdings davon überzeugt, dass Deutschland die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten in den Griff bekommen wird.

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