Donnerstag, 19.09.2019

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Anreise, Ausschank, Afterhour: Tipps zur Bamberger Sandkerwa

Brauereien, Clubs und stille Örtchen: Unser Wegweiser für den perfekten Abend - 16.08.2019 15:57 Uhr

Auch dieses Jahr findet Bambergs wichtigstes Volksfest statt. © Markus Raupach


Da es verboten ist, eigene alkoholhaltige Getränke auf das Kirchweihgelände mitzubringen, stellt sich umsomehr die Frage: Welches Bier wird ausgeschenkt? Die gute Nachricht: Bambergs familiengeführte Brauereien wie Greifenklau, Schlenkerla, Kaiserdom, Fässla, Keesmann, Ambräusianum, Mahrs, Spezial sowie Klosterbräu verkaufen ihren "goldenen Saft" an zahlreichen Bierständen, die eine gewaltige Anziehungskraft entfalten. Viele weitere Brauereien aus dem Umkreis erweitern das Angebot auf der Sandkerwa.

Tipp: Absoluten Bierliebhabern sei nahegelegt, möglichst früh in die Kneipen in der Sandstraße zu gehen. Innerhalb des Festgebiets greift die Sperrzeit an allen Tagen schon ab 1 Uhr. An den Bierständen wird bereits um 0:30 Uhr der Zapfenstreich ausgerufen. Außerhalb des Festgeländes können Nachteulen bis 3 Uhr weiterfeiern - als Fluchtort nach dem Ausschankschluss bieten sich Kneipen außerhalb des Epizentrums also durchaus an.

Bilderstrecke zum Thema

68. Bamberger Sandkerwa: Ein Streifzug durch die Nacht

Ein Jahr lang vermissten die Bamberger ihre traditionelle Sandkerwa. Doch am 23. August 2018 gab es den langersehnten Startschuss des Traditionsfestes, zu dem zahlreiche Menschen wieder durch die Gassen spazierten. Auch nachts herrschte noch reichlich Betrieb. Die Bilder gibt es hier.


Afterhour auf der Sandkerwa

Tipp: Die Galerie am Stephansberg liegt nur unweit von der Sandstraße entfernt. Auch im Freiraum in der Kapuzinerstraße, in der Frankenstübla in der Frauenstraße, in der Fässla Stubn in der Kleberstraße sowie im Catwheezle´s Castle im Steinweg sitzt nach 0:30 Uhr niemand auf dem Trockenen. Die Ostbar in der Zollnerstraße erweist sich bei einem Bier oder Glas Wein als gemütliche Alternative – mit offenem Ende. Auf ein wechselndes Angebot an fränkischen Bieren könnt ihr euch im Strawanza in der oberen Königsstraße freuen.


Hier gibt es alle Infos zur 69. Bamberger Sandkerwa.


Bamberg ist in erster Linie eine Kneipenstadt. Nichtsdestotrotz kommen auch Clubgänger auf ihre Kosten. Das Mojow lädt freitags und samstags zur "glücklichen Stunde" ein. Gespielt wird vor allem Elektro, jedoch kommen bei Spezialevents Rockfans ebenso nicht zu kurz. Halber Eintritt und zwei Euro für Bier und Schnaps locken zur "Aftersandkerwa" an den Obstmarkt.

Das Ludwig in der Franz-Ludwig-Straße bietet Partymusik mit Mash-Up-Sounds. Auf dem zweiten Floor warten Blackmusic, Hip Hop und RnB auf euch. Alle Cocktails in der Happy Hour gibt es hier von 23 bis 24 Uhr für je 4,50 Euro.

Tipp: Auch wenn das Pio etwas außerhalb in Hallstadt liegt, besitzt auch hier die Sandkerwa einen hohen Stellenwert. Freitag und Samstag, 23. und 24. August, wirbt der Veranstalter mit einem "Sandkerwa Spezial". Hier könnt ihr bis 5 Uhr feiern.

Alle, die bevorzugt das bunte Treiben von der Ferne betrachten wollen, finden am Michaelsberg ein ruhiges Plätzchen, von dort aus kann man einen schönen Blick auf die Stadt genießen.

Quiz: Wie gut kennen Sie die Sandkerwa?

© Markus Raupach

Die Sandkerwa ist Bambergs schönstes Volkfest - über 200.000 Besucher strömen jährlich in die fränkische Bierstadt. Doch wie gut kennen Sie die Sandkerwa? Wir stellen ein paar knifflige Fragen für echte Sandkerwafans.

© dpa

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Frage 1/9:

Woher kommt der Name "Sandkerwa"?

Die Sandstraße stellt das Epizentrum der Sandkerwa dar und gibt ihr somit ihren Namen. Dort finden sich zahlreiche Kneipen und Bars. Wer in Bamberg abends Spaß haben will, wird in der Sandstraße in jedem Fall fündig.

© Markus Raupach

© Markus Raupach

Frage 2/9:

Wann fand die erste Sandkerwa statt?

Die erste Sandkerwa fand vom 15.09. bis zum 17.09.1951 statt. Mit Ausnahme von 2017 setzte sich diese Tradition bis heute fort. In diesem Jahr findet das wichtigste Bamberger Volksfest zum 69. Mal statt.

© David Ebener (dpa)

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Frage 3/9:

Wie gelangt der Unternehmer Michael Stoschek zur Sandkerwa?

Der ehemalige Brose-Chef fuhr 2012 und 2013 ohne Genehmigung auf der Regnitz zum Fest. 2015 wertete die Stadt die Fahrt als Ordnungswidrigkeit, beließ es aber bei einer Verwarnung. Mittlerweile holt sich Stoschek eine Genehmigung von der Stadt.

© Markus Raupach

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Frage 4/9:

Warum fiel die Sandkerwa 2017 aus?

Bereits 2016 verzeichnete der zuständige Bürgerverein einen Verlust von über 8.000 Euro. 2017 hätten sich die Kosten auf 200.000 Euro belaufen. Der Bürgerverein lehnte es ab, Eintritt zu verlangen. Die Lösung für 2018 sieht vor, dass Stadt und Bürgerverein die Sandkerwa nun gemeinsam austragen.

© Markus Raupach

© Markus Raupach

Frage 5/9:

Wie weit reicht das traditionelle Fischerstechen zurück?

Auch als Schifferstechen bekannt, traten bereits die alten Ägypter auf Boten gegeneinander an, um den Gegner mit einem Speer ins Wasser zu manövrieren. Dabei standen sich zwei, drei oder manchmal sogar vier Gruppen gegenüber.

© Markus Raupach

© Markus Raupach

Frage 6/9:

Wie hieß der Politiker, der sich abfällig über die Besucher der Sandkerwa äußerte?

Der Bamberger Stadtrat und CSU-Fraktionsvorsitzende Helmut Müller stieß mit seiner Aussage auf erheblichen Widerstand: „Die Sandkerwa ist eine Belustigung für das Prekariat. Hier kommen niedere Schichten zusammen, um sich zu besaufen.“ Seine eigene Fraktion distanzierte sich von Müllers Ansichten.

© Markus Raupach

© Markus Raupach

Frage 7/9:

Von welcher Kirchengemeinde ging die Sandkerwa aus?

Die Sandkerwa war ursprünglich die Kirchweih-Feier der St.-Elisabeth-Kirche an der Sandstraße, die früher die Kapelle des ersten Bamberger Bürgerspitals war.

© Markus Raupach

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Frage 8/9:

Während der Sandkerwa 2000 wurde der Kirchweihbaum entführt. Was forderten die Entführer?

Eine Besuchergruppe aus Oberbayern entführte den Baum, der daraufhin an der Frutolfstraße am Straßenrand lag, und forderte 50 Liter Bier als Lösegeld. Der Bürgerverein verstand keinen Spaß und drohte mit Anzeige.

© Markus Raupach

© pr

Frage 9/9:

Wie heißt ein Song über die Sandkerwa?

Die Band Kellerkommando besingt in ihrem Lied "Maus" die Sandkerwa. Die 2009 gegründete Band mischt fränkische Volksmusik mit Rap.

© Markus Raupach

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Asiatische Küche trifft auf Franken

Wer beim Trinken nicht auf Essen verzichten will, wird im Pelikan in der Sandstraße fündig. Die Besitzer weisen augenzwinkernd daraufhin, dass sie sich von der Sandkerwa nicht gänzlich übernehmen lassen: Hier wird wie gewohnt ein Mix aus asiatischer und fränkischer Küche geboten. Das Gasthaus Stöhrenkeller am oberen Stephansberg tischt ebenfalls für asiatische Geschmäcker auf. Bei der Vielzahl an Essensständen auf dem Festgelände ist für jeden etwas dabei.

Toiletten und Sanitäter

Die Sandkerwa findet von Donnerstag bis Montag statt. Wer dem größten Besucheransturm zuvorkommen will, sollte auf jeden Fall den Samstag meiden. Das "Schlenkerla" direkt vor der Oberen Sandstraße ist einer der großen Hotspots. Um es etwas ruhiger zu haben, empfiehlt sich also ein Ort abseits der Sandstraße.

Tipp: In der Nähe der Elisabethenstraße geht man dem größten Ansturm aus dem Weg und ist trotzdem nah am Geschehen.

Zur Orientierung in der Innenstadt: der Lageplan der Sandkerwa.


Auf dem Lageplan findet sich auch eine Übersicht über Toiletten und Sanitäter, weitere Infos gibt es auf der offiziellen Internetseite der Sandkerwa.

Anreise, Parken und Abreise

Am bequemsten und einfachsten kommt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Sandkerwa. Mit der „Langen Straße“, „Markusstraße“ sowie dem „Stadtarchiv“ finden Besucher passende Haltestellen in der Nähe des Festgebiets. Um auf der Heimreise möglichst viele Ziele ansteuern zu können, eignet sich natürlich der zentrale Omnibusbahnhof (ZOB), der in nur wenigen Minuten von der Sandstraße Richtung Bahnhof zu erreichen ist. Parkmöglichkeiten haben wir hier zusammengestellt.

 

Felix Schwarz

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