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Bardentreffen 2023: Das ist der Termin

Simone Madre
Simone Madre

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13.9.2022, 15:24 Uhr
Auf dem Lorenzer Platz wird es während des Bardentreffens oftmals voll.

© Frank Schuh Auf dem Lorenzer Platz wird es während des Bardentreffens oftmals voll.

Von Freitag, 21. Juli, bis Sonntag, 23. Juli 2023 strömen wieder Künstler und Besucherscharen in die Nürnberger Innenstadt. Wie das Motto dazu lauten wird, ist noch unklar. Dieses Jahr war es "Starke Stimmen", auch die Besucher sollten zum gemeinsamen Singen animiert werden. Am Freitag um 17 Uhr fängt das Kinderprogramm an, um 19 Uhr der Rest.

Der Eintritt ist frei - das genaue Programm gibt es normalerweise in einem kostenpflichtigen Programmheft, das kurz vorher erscheint. Käufer tragen dazu bei, dass das Bardentreffen auch weiterhin bei freiem Eintritt stattfinden kann.

Was erwartet die Besucher auf dem Bardentreffen 2023?

Das Bardentreffen: Das sind zweieinhalb Tage des Ausnahmezustands in der Nürnberger Innenstadt. Von Freitagabend bis Sonntagabend ertönt überall Musik, die Luft ist sommerlich und alle paar Schritte bilden sich Menschentrauben rund um die einzelnen Künstler und Bands, die eine Vielfalt an Stilen und Genres darbieten. Rund 200.000 Besucher zieht das Gratis-Musikspektakel normalerweise an. Das erste Bardentreffen wurde 1976 am 400. Todestag von Hans Sachs veranstaltet.

An folgenden Orten stehen die Open-Air-Bühnen, die die Künstler beim Bardentreffen bespielen:

  • am Hauptmarkt
  • auf der Insel Schütt
  • bei St. Katharina
  • auf dem Lorenzer Platz
  • auf dem Sebalder Platz
  • am Kreuzigungshof
  • am Trödelmarkt
  • in der Karolinenstraße (Straßenbühne)

Zusätzlich gibt jenseits der Bühnen viele Straßenmusiker zu entdecken.

Der Hauptmarkt liegt im Zentrum der Spielorte und bietet zudem die größte Bühne. Deshalb wird es hier oft richtig voll, gerade am Samstagabend. Auf der Insel Schütt finden sich neben der Bühne auch viele Essensstände. Auf dem Lorenzer Platz spielen vor allem regionale Bands. Für die Straßenbühne können sich Musiker bei der Stadt Nürnberg bewerben, um sechzig Minuten lang auftreten zu dürfen. "Erlaubt ist, wer Spaß hat und sich bewirbt", schreiben die Organisatoren.

Besondere Programmpunkte beim Bardentreffen

Wer nun glaubt, beim Bardentreffen gehe es nur um Musik, hat sich getäuscht: Angeboten wurden in den letzten Jahren unter anderem auch Tanz-Workshops. Wer sich ein wenig Zeit nimmt, kann beim Bardentreffen die Grundlagen des Tangos oder des fränkischen Tanzes erlernen. Zudem gibt es moderierte Künstlergespräche, in denen die Künstler Einblicke in ihren Alltag geben. Auf der Insel Schütt gibt es für Familien am Samstag und Sonntag ein Kinderprogramm.

2022 war eins der Highlights ein Crowd-Singing-Konzert – bei denen sich das Publikum auch ohne Chorerfahrung oder Notenzettel beteiligen konnte. Hierfür wurden die Liedtexte auf eine Leinwand projiziert.

Eine Besonderheit gibt es während des Bardentreffens meist auch bei der Gastronomie. In Innenstadt-Gaststätten durfte man dieses Jahr wieder länger draußen sitzen. Die Stadt hatte die normale Sperrzeit am Freitag und Samstag von 23 Uhr auf 1 Uhr verschoben. Das galt aber nur für Gaststätten, die innerhalb des Stadtmauerrings liegen.

Das Bardentreffen und Corona

Das Bardentreffen 2020 und 2021 wurden abgesagt, 2022 konnte es wieder stattfinden. 2021 schrieb das Projektbüro, man könne das Festival mit seinen 200.000 Besuchern und Musikschaffenden aufgrund der Pandemie nicht realisieren. Die Variante B, erklärte Radlmaier, wäre gewesen, Bereiche für die Zuschauer einzuzäunen und alle Gäste zu registrieren. Dies wäre allerdings ein wahnsinniger logistischer und finanzieller Aufwand gewesen. Zudem glaubt das Projektbüro, dass die Einzäunung "den Charakter des Bardentreffens massiv beschädigt hätte." Daher die Absage.

Stattdessen versuchte die Stadt, mit zwei Sonderformaten zumindest ein wenig von der Stimmung des Open Air Festivals aufrechtzuerhalten. Zum einen fanden an der Seebühne am Dutzendteich vom 30. Juni bis 4. Juli verschiedene Veranstaltungen mit Songwritern und Künstlern statt. Zum anderen gab es Mitte Juni für etwa sechs Wochen die sogenannte Sommerbühne am Spittlertor am Rand der Nürnberger Altstadt. In einer Kooperation mit der MUZ konnten dort lokale Künstlerinnen und Künstler ohne weitere Infrastrukturkosten auftreten.

Im folgenden Jahr hatte sich die Lage wieder verbessert. Schon im Februar hielt das Nürnberger Kulturreferat Frischluft-Konzerte auf dem Hauptmarkt für machbar, eine Alternative für den Standort hatte es aber auch im Blick. "Wir müssen ja immer alle Eventualitäten mitdenken und Vollbremsungen einkalkulieren", sagte Andreas Radlmaier vom Kulturreferat damals. Schließlich konnte das Bardentreffen ohne Corona-Auflagen stattfinden.

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