Der Meister des Aquarells

29.9.2020, 13:12 Uhr
Selbstporträt mit Pinsel (1950)

Selbstporträt mit Pinsel (1950) © Dieter Kaletsch

In der Ausstellung können die Besucher Fritz Griebels bedeutendste Aquarelle aus dem Zeitraum 1916 bis 1969 sehen und seine künstlerische Entwicklung vom Figurativen bis hin zu geometrisierenden Abstraktionen, die sich an Paul Klees Werke anlehnen, nachvollziehen.

Eine Besonderheit war, dass Fritz Griebel ein breites Spektrum an Motiven unterschiedlicher Genres in Aquarelltechnik umsetzte. Die Vielfalt der Motive erstreckte sich vom Selbstporträt und der Landschaftsmalerei über Architekturdarstellungen und Stillleben bis hin zum Akt. Dabei bezog Fritz Griebel in seinen Aquarellen das Weiß des Malgrunds meisterhaft in die Komposition mit ein und schuf so leuchtende Malereien. Die Schauplätze, an denen Fritz Griebel malte, zeugen von seiner Reiselust.

Limone (1957)

Limone (1957) © Dieter Kaletsch

Griebel, der zunächst bei Rudolf Schiestl in Nürnberg Grafik und Buchkunst und ab 1922 bei Hans Meid in Berlin studierte, zog 1927 zurück nach Heroldsberg. Er unternahm von dort aus Reisen durch große Teile Europas und schuf währenddessen wunderbare Aquarelle, die neben ihrem künstlerischen Wert auch biographische Dokumente sind. Gerade seine Italien- Bilder begeistern mit ihren strahlenden Farben und zeigen Fritz Griebels Liebe zu Italien, einem Sehnsuchtsort, den er öfter bereiste. Außerdem zeigt die Ausstellung Aquarelle seiner Tochter Annette Marburg- Griebel (1940 – 1994).

http://weisses-schloss-heroldsberg.de/

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