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Museen in Fürth und kunst galerie fürth: Gedächtnis der Fürther Geschichte

Die Städtischen Sammlungen und das Stadtarchiv Fürth residieren im Schloss Burgfarrnbach - 08.01.2018 14:33 Uhr

Mit Fotografien wie dieser eines Polizisten, der den Verkehr regelt, dokumentiert das Stadtarchiv Fürth die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner.

08.01.2018 © Stadtarchiv Fürth


Traditionell gehören die beiden Häuser aber seit ihrer Gründung zusammen. Während das Stadtmuseum nach außen wirkt, kümmert sich das Stadtarchiv hauptsächlich um die Hintergrundarbeit. Hierzu zählen die Übernahme von relevanten Unterlagen zur Stadtgeschichte und die Betreuung der Städtischen Sammlungen. Überlieferungen in Papierform („Flachware“) werden bewahrt, dreidimensionale Objekte zur Stadtgeschichte gesammelt. Dies ist elementarer Bestandteil zum Schutz der historischen Erinnerungskultur in der Kleeblattstadt.

Pickelhaube von Paulus Heckel, Stadtpolizist, Ende des 19. Jahrhunderts.

08.01.2018 © Stadtarchiv Fürth


Der abgebildete Helm, der 2011 bei Renovierungsarbeiten in der Fürther Gustavstraße gefunden wurde, stammt beispielsweise von Paulus Heckel (1847-1906). Der vorherige Gürtler und Gefreite diente von 1873 bis 1891 als städtischer Polizist und danach aus Altersgründen in anderen Funktionen bei der Stadt. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem nächtliche Patrouillengänge, die Bewachung des Ludwigsbahnhofes aber auch die Mithilfe bei der städtischen Holzverteilung im Winter.

Insgesamt umfassen die Städtischen Sammlungen, die ständig erweitert werden, derzeit über 34.000 Objekte unterschiedlichster Form. Sie werden für hauseigene Sonderausstellungen verwendet, aber auch überregional an andere Einrichtung verliehen. Wesentliche Vorarbeit dafür ist die Verzeichnung der Objekte mit den wichtigsten Informationen darüber sowie die fotografische Dokumentation.

Enge Verbundenheit

Zentrales Kriterium für die Auswahl und die Aufbewahrung der Objekte ist die enge Verbundenheit der Objekte mit der Fürther Stadtgeschichte. So sollen die Stücke entweder in Fürth hergestellt, von Fürthern verwendet oder in Fürth genutzt worden sein. Von wesentlicher Bedeutung ist die Geschichte hinter dem Objekt: So sagt beispielsweise der Helm eines Polizeisoldaten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg allein wenig aus. Erst mit den Hintergrundinformationen, wer der Besitzer war, was er erlebte und wie der Gegenstand ins Museum kam, macht die Geschichte spannend. Daher legt das Stadtmuseum großen Wert auf die Ausstellung von Originalen und die damit verbundenen Erinnerungen. Die Geschichte Fürths soll im Museum, das jährlich mehrere tausend Besucher zählt und neben der Dauerausstellung mindestens zwei Sonderausstellungen zeigt, fühl- und erlebbar werden.

Weitere Informationen unter: www.stadtmuseum-fuerth.de

Martin Schramm

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