Pfiffige Werbung für Nürnbergs SoHo

10.10.2009, 00:00 Uhr
Die Gostenhofer Galerie

Die Gostenhofer Galerie "Artelier". Im Bild Maler Pablo Lira. © Stefan Hippel

Dass es anderswo tolle Läden, tolle Kneipen, tolle Menschen gibt, weiß man in Nürnberg. In München braucht man nur das Glockenbachviertel anzusteuern, in Berlin zum Beispiel Friedrichshain und in New York SoHo. Es gibt aber Menschen, die finden, dass man in Nürnberg auch wissen sollte, dass es das alles auch hier gibt - im Stadtteilführer «inGoHo» zeigen sie, wo.

«Spröder Charme»

Am «spröden Charme» Gostenhofs brausten nämlich zu viele Menschen einfach vorbei - ohne zu wissen, dass es sich lohnen würde, in der Fürther Straße auch mal die Bremse einzulegen oder abzubiegen, findet Inge Klier. Die Grafikdesignerin, die 2007 das Modelabel bambiboom gegründet hat und für ihren Laden keine andere Adresse als Gostenhof wollte, hat mit vier anderen «Vollblutgostenhofern» ein Heftchen gestaltet, in dem viel Herzblut und Hoffnung stecken: Lust machen wollen sie auf einen Stadtteil, in dem 40 Nationen zusammenleben, in dem es bunt ist und kreativ und manchmal ein bisschen laut.

«Wir wollen, dass die Menschen einen neuen Blick auf Gostenhof werfen», sagt Laurentiu Feller von der Galerie Artelier, der sich mit Bildern auskennt. Gostenhof habe sich verändert, aber viele hätten noch «Ressentiments».

Gostenhof-Guide

Im Gostenhof-Guide, der ab Dienstag kostenlos ausliegt und im Frühjahr aktualisiert werden soll, stellen die Macher Läden, Kneipen, Restaurants, Galerien, Friseure, Yoga-Studios, Theater, Werkstätten und alteingesessene Manufakturen des Stadtteils vor; quirlig, spannend und kreativ kommt Gostenhof rüber.

Lust bekommen sollen Investoren und Künstler, die die Wohnattraktivität des Viertels noch steigern könnten, genauso wie Spaziergänger und Touristen, die Bratwürste vielleicht nicht locken. Am heutigen Samstag um 16 Uhr wird der Guide im Rio-Kino vorgestellt. Im Internet findet man ihn unter www.in-goho.de czi