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Warum das Nürnberger Bardentreffen ein Vorbild ist

Alles wurde richtig gemacht, wenn das einzige Problem volle Mülleimer sind - 28.07.2019 17:51 Uhr

Für große Momente sorgten Bukahara auf dem Nürnberger Hauptmarkt - aber nicht nur. © Stefan Hippel


Wer am Wochenende beim 44. Bardentreffen war, fragt sich, ob es da was Neues braucht: Die Leitsätze der Bewerbung (Teilhabe für alle sichern, Grenzen überschreiten, die Zukunft gestalten, auch künstlerisch) erfüllt das Festival seit jeher. Und auch diesmal war deutlich zu sehen, wie offen diese Stadt sein kann, wie sich Musiker und Zuhörer aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenfinden und wie Massenunterhaltung gelingen kann, ohne dass am Rande mit Randale gerechnet werden muss. Sorry, Fußballfans, aber das können die Musikbegeisterten echt besser!


Die Barden noch einmal auf - hier geht's zum Live-Ticker!


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Festival-Umfrage: So kam das Bardentreffen 2019 bei den Besuchern an

Das 44. Bardentreffen ist vorbei. Drei Tage lang tummelten sich unzählige Künstler in der Nürnberger Altstadt. Es war wieder ein gelungenes Fest – so sehen es zumindest die Besucher, die wir befragt haben.


Wenn das größte Problem einer derartigen Großveranstaltung ein paar überfüllte Mülleimer und Bands sind, die den Geschmack der jeweiligen Zuschauer gerade nicht treffen, dann wurde wohl einiges richtig gemacht. 

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Glitzernde Oberkörper und Blumenmuster: Heitere Stimmung am Bardentreffen-Samstag

Ob auf der Insel Schütt, am Hauptmarkt oder an anderen Spielorten in Nürnbergs historischer Altstadt - der Samstag erfreute die Besucher mit einem Großaufgebot an Musikern. Daniel Kahn & The Painted Bird, Blanca Nunez & Band, Sofine Saidi & Mazalda, Bird Berlin, Nils Frevert und Bukahara lockten zahlreiche Besucher zum zweiten Tag des Bardentreffens.


Wenn sich jemand über angeblich überhöhte Kultur-Etats und die Millionen aufregt, die ins Kulturhauptstadt-Jahr fließen sollen, dann sollte er die Chance für dieses Umsonst-Angebot einfach nutzen und genießen. Qualitäts-Kultur ist eben nicht nur in teuren Musentempeln zu erleben. Das Bardentreffen-Konzept genauso wie die Klassik-Open-Airs sind Blaupausen für Großevents auch im Kulturhauptstadtjahr. Allerdings sollte man die Erfahrungen nutzen, um im Kleinen trotzdem Neues zu erfinden.

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Straßenkünstler und Besuchermassen: Der Barden-Samstag abseits der Bühnen

Während die einen auf ihren Instrumenten spielten und für fetzige, unterhaltsame oder auch kuschelige Stimmung in den Gassen Nürnbergs sorgten, lauschten die anderen andächtig den musikalischen Klängen oder schwangen das Tanzbein. Nach dem heißen Freitag war das Klima am Samstag perfekt für den zweiten Tag des Bardentreffens.



Das Akkordeon erobert Nürnberg: Alle Fotos zum Bardentreffen 2019 

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