Neuer Blick in die Stadtviertel

Mit der Web-App unbekanntere Orte in Nürnberg entdecken

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Hartmut Voigt

Lokalredaktion Nürnberg

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28.10.2021, 06:31 Uhr
Der Augustinerhof ist zwar nicht unbekannt, doch man stößt auch hier auf verstecktere Ecken.

Der Augustinerhof ist zwar nicht unbekannt, doch man stößt auch hier auf verstecktere Ecken. © Daniel Karmann, dpa

Kurze Texte, Videos, Fotos und Audiodateien: Mit der neuen Web-App "quartiere-nuernberg.de" will die Congress- und Tourismuszentrale (CTZ) Teile der City wie den Weinmarkt oder den Augustinerhof neu erschließen. Die Web-App muss man nicht installieren, sondern kann sie direkt im Browser aufrufen.

Anreiz, um Quartiere aufzusuchen

Menschen, die am Augustinerhof leben, erzählen, warum sie gerade hier wohnen, Geschäfte präsentieren ihre Spezialitäten, traditionelle Wirtschaften geben einen Blick ins Innere, das Zukunftsmuseum stellt Projekte vor. Neben dem heutigen Leben gibt es außerdem kurze Informationen und historische Einschübe, um noch mehr über das Viertel zu erfahren. Digitale Gutscheine sollen ein weiterer Anreiz sein, die Quartiere aufzusuchen.

"Ziel unserer Kampagne ist es, mit der Web-App ein attraktives Erlebnis für die Gäste in der Stadt zu schaffen, sie an neue Orte zu lenken und spannende Geschichten zu erzählen", erklärt CZT-Chefin Yvonne Coulin.

Bunte Präsentation

Dabei wendet sie sich nicht nur an Touristen, sondern auch an Einheimische. Denn wer glaubt, er kenne sowieso schon alles, wird überrascht sein über die bunte Präsentation - die allerdings ausschließlich Nürnbergs Schokoladenseite zeigt. Kritische Töne sind nicht vorgesehen. Das digitale Angebot wird aktualisiert, um den Nutzer auf dem neuesten Stand zu halten.

Ein Blick ins Pique Nique am Augustinerhof.

Ein Blick ins Pique Nique am Augustinerhof. © Stefan Hippel

"Die Innenstadt lebt in ihren Quartieren", merkt Nürnbergs Wirtschaftsreferent Michael Fraas an, "aber man geht nicht immer dorthin, weil jeder seine festen Laufwege hat." Mit "qartiere-nuernberg.de" hat man den Schlüssel zu versteckteren oder nur vermeintlich bekannten Orten in der Altstadt.

Sechs verschiedene Standorte

Insgesamt sechs Standorte werden vorgestellt: Bereits online sind der Weinmarkt und der Augustinerhof. In Kürze folgt der Jakobspatz, im kommenden Jahr sind Handwerkerhof, Burgviertel und Lorenzer Platz dran. Die Nürnberger Lena und Kristof Göttling haben die Themen recherchiert und mit Texten und Videos in Smartphone-tauglichen Storys aufbereitet.

Diese digitale Kampagne soll Nürnberg als lebendige, abwechslungsreiche Stadt präsentieren. Die Web-App ist eines von sieben Projekten, mit denen die sogenannte Nürnberger City-Werkstatt die Aufmerksamkeit auf die Innenstadt lenken möchte. Dazu gehören unter anderem auch das Konzept der Pop-Up-Läden, die kurzfristig leerstehende Immobilien beleben oder auch das mobile Grün am Lorenzer Platz. In der "Werkstatt" arbeiten Vertreter von Handel, Gastronomie, Hotellerie und Tourismus zusammen.