China testet jetzt mit Analabstrich auf Corona-Infektion - aus einem triftigen Grund

28.1.2021, 16:15 Uhr
ARCHIV - 30.06.2020, Kaufbeuren: Ein Arzt hält in einer Hausarztpraxis einen Tupfer mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird. Seit dem Beginn des Schuljahres Mitte August sind im Saarland rund 430 Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 30.06.2020, Kaufbeuren: Ein Arzt hält in einer Hausarztpraxis einen Tupfer mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird. Seit dem Beginn des Schuljahres Mitte August sind im Saarland rund 430 Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Wer bereits einen Corona-Test hinter sich hat weiß: Ein Stäbchen bis in den Rachen geschoben zu bekommen ist alles andere als angenehm. Die chinesischen Behörden gehen nun noch eine Stufe weiter - und setzen auf Analabstriche, um Corona-Infizierte zu identifizieren.

Das Vorgehen hat einen wissenschaftlichen Hintergrund: Das Virus ist im Anus länger nachweisbar als im Mund- und Rachenraum, erklärt Li Tongzeng, ein leitender Arzt des You'an Krankenhauses in Peking, im staatlichen Fernsehsender CCTV.


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Analabstrich bei Corona-Infizierten: Virus ist länger nachweisbar

Weil diese Methode für die Getesteten besonders unangenehm sei, wird sie nicht in allen Fällen eingesetzt. Den Analabstrich bekommen vor allem Menschen, die ein hohes Risiko haben, sich mit dem Virus zu infizieren, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Unter anderem mithilfe von Analabstrichen wurde der Ärztezeitung zufolge bereits herausgefunden, dass selbst Menschen, die offiziell als genesen gelten, das Coronavirus noch in sich tragen können.