Ein Fehler, den viele machen

Experten warnen: Darum sollten Sie niemals Kaffee auf nüchternen Magen trinken

3.8.2021, 18:30 Uhr
Kaffee sollte nach Einschätzung von Experten nicht vor dem Frühstück getrunken werden. 

Kaffee sollte nach Einschätzung von Experten nicht vor dem Frühstück getrunken werden.  © stokpic/Pexels/Pixabay/LizenzCC

Nicht unbedingt die Menge, dafür aber der Zeitpunkt ist beim Kaffee trinken entscheidend: Zwar gelten vier bis fünf Tassen pro Tag laut einem Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als gesundheitlich unbedenklich - trinkt man sie auf nüchternen Magen, sehe das aber anders aus, warnen Experten.

Weil morgens die Konzentration von Cortisol im Blut besonders hoch ist, ist Kaffee auf nüchternen Magen nicht sinnvoll, hat ein US-Forscherteam der Universität Maryland herausgefunden. Das Stresshormon wird in der zweiten Nachthälfte vom Körper gebildet, um einen gewissermaßen auf das Aufstehen vorzubereiten. Es kurbelt den Stoffwechsel an und wirkt als natürlicher Wachmacher.

Kaffee ohne Frühstück treibt den Blutzucker in die Höhe

Trinke man kurz nach dem Aufstehen zusätzlich noch Kaffee, verpuffe die Wirkung des Koffeins einfach aufgrund des ohnehin schon hohen Cortisol-Levels. Die Forscher raten deshalb, den Kaffee erst während oder nach dem Frühstück zu trinken, wenn das Hormon wieder abgebaut sei.

Frühmorgendlicher Kaffeekonsum kann sogar gesundheitliche Gefahren mit sich bringen, zeigen Physiologen des Centre for Nutrition, Exercise & Metabolism der Universität von Bath in Großbritannien. Laut ihrer Untersuchung, die im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, kann schwarzer Kaffee, der vor dem Frühstück getrunken wird, den Blutzuckerspiegel um bis zu 50 Prozent erhöhen.

Ein zu hoher Blutzucker kann zu Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit führen. Außerdem fördert er die Entstehung einer Insulinresistenz und somit Diabetes. Da die Studie bislang aber nur mit wenigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt wurde, wollen die Forscherinnen und Forscher weitere Untersuchungen durchführen.

0 Kommentare