Mit fränkischer Unterstützung: Schausteller-Demo in Berlin

2.7.2020, 19:35 Uhr

"Das war Gänsehautfeeling pur", sagt Robert Förster, dessen Pommes die Nürnberger Volksfestbesucher so schätzen, direkt nach der Kundgebung in Berlin. Viele Menschen waren - "bewaffnet" mit Schildern - gekommen um auf die Lage ihrer Branche aufmerksam zu machen. Auch einige Franken aus der Szene waren vor Ort.

Die Bergkirchweih, die Sandkerwa oder das Oktoberfest: All diese Großveranstaltungen sind für dieses Jahr abgesagt. Wegen der Corona-Pandemie ist das Infektionsrisiko zu groß. Von genau diesen Events leben aber viele Menschen, nämlich die, die die Gäste dort bewirten und bespaßen. Rund 10.000 Schausteller waren in Berlin vor Ort, darunter etwa 250 Teilnehmer aus Nürnberg. Insgesamt waren 1024 Fahrzeuge und Züge involviert.

Rudi Bergmann, von Bergmanns Kindertraum, ist für die Aktion extra nach Berlin gekommen. Er sagt: "Ich bin mit nach Berlin gefahren, weil es heute darum geht, Solidarität zu zeigen und dem Schaustellergewerbe ein Gesicht zu geben." Obwohl ihn die Situation vielleicht bald gar nichts mehr angeht, zeigt er sich solidarisch: "Ich bin zwar in einem Alter, wo ich schon eher ans Aufhören denke, aber es geht ja um das Gewerbe insgesamt und um unsere Kinder, die auch noch im Schaustellerberuf tätig sein wollen."

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